Ein Blog über das Leben. Wie es ist, wie es war, wie es sein sollte. So subjektiv, dass es wieder objektiv ist. Eine einzige Lüge, die doch die Wahrheit ist. Zwischen den verrücktesten Teesorten und den lieblosesten Orten.
„Beim Schreiben ist es wie bei der Prostitution. Zuerst macht man es aus Liebe, dann für ein paar Freunde und schließlich für Geld.“
Jean-Baptiste Poquelin
„Beim Schreiben ist es wie bei der Prostitution. Zuerst macht man es aus Liebe, dann für ein paar Freunde und schließlich für Geld.“
Jean-Baptiste Poquelin
Sonntag, 24. Juli 2011
Der Kartenhauseffekt.
Ich beherrsche Poker, Skat oder so nicht. Bei Mau-Mau muss man mir immer wieder die Regeln erklären. Aber mit einem Kartenspiel kann man auch träumen und die schönsten Schlösser bauen. Jeder Schritt, jeder Kartenstein bedeutet äußerte Konzentration, Planung und Ruhe. Stein auf Stein. Karte auf Karte. Und wenn es dann fertig ist, ist es doch ein ganzer Stolz. Plötzlich geht das Fenster auf. Jemand zieht die unterste Karte weg. Irgendwer stößt an den Tisch. Oder du selbst musst mal ausatmen. Und es zerfällt.
Mittwoch, 20. Juli 2011
Totgeglaubte Leben länger.
Ich muss ungefähr 8 Jahre gewesen sein. Ich aß jeden Morgen ein holländisches Rosinenbrötchen. Ich aß in der großen Pause ein holländisches Rosinenbrötche. Und ich aß auch Mittags ein holländisches Rosinenbrötchen. Irgendwann hat mich meine Stiefmutter gefragt, warum ich die Rosinenbrötchen nicht mehr einpacke? Ich hätte doch so gerne Rosinenbrötchen, und jetzt würde ich sie nicht mehr essen. Was soll das denn? Da kauft sie die, und ich esse sie nicht. Die Erklärung ist simpel. Ich hatte die Nase voll von Rosinenbrötchen, insbesondere holländischer Rosinenbrötchen. Und lange Zeit habe ich auch keines mehr gegessen.
Das Rosinenbrötchen-Phänomen kenn ich auch aus anderen Lebensbereichen und irgendwann muss man dem ganzen halt ein Ende setzen und die Rosinenbrötchen, die große Liebe oder den Arbeitsplatz link liegen lassen. Das ist Fortschritt. Aber wie rappte Max Herre?
"Manchmal tut einem Leid das mans immer erst rückblickend weiß,
das ist der übliche Kreis, man schätzt nicht mehr was man hat,
bis man merkt was man hat, kriegt man nicht mehr was man mag."
das ist der übliche Kreis, man schätzt nicht mehr was man hat,
bis man merkt was man hat, kriegt man nicht mehr was man mag."
Und daher esse ich auch wieder gerne Rosinenbrötchen, und besonders gerne die holländischen.
Ich hoffe, die paar Leute, die meinen Blog noch lesen oder verfolgen, wissen was das hier heißt, der Blog nun anders aussieht und das dies das Gegenteil eines Abschiedsbriefes ist.
Donnerstag, 19. Mai 2011
Hyper Real
Würde ich mich selber malen,
dann würde ich mich im Weichzeichner verlieren.
Mich in warmen Farben malen.
Mit Lächeln.
Mit Augen, die strahlen.
Nicht nur das Schönste betonen, mich darauf beschränken,
nur das Wesentliche zeigen.
Alles ins rechte Licht rücken.
Alles ein wenig besser machen.
Nur das Schönste tragen.
In einem Moment sein,
in dem ich einzigartig bin.
Einzigartig schön.
Schon fast Perfekt.
Nicht fast.
Perfekt.
Einzigartig Perfekt.
Keine störrischen Haare,
kein Gramm zu viel,
kein fieses Lachen.
Und so verlier ich mich.
In mich,
die ich gar nicht bin,
aber mich doch so male,
so danach strebe,
so gesehen werden möchte.
Ich beschränke mich auf das Wesentliche.
Auf das Perfekte.
Ich bin gemalt.
Ich bin perfekt.
Und ich stehe still.
Keine störrischen Haare,
kein Gramm zuviel,
kein fieses Lachen.
Kein herzliches Lachen.
Keine Haare im Wind.
Einfach still.
Anm.: Das ganze war eine kleine Exkursion meines "Kreatives Schreiben"-Seminars. Hingehen. Lohnt sich.
dann würde ich mich im Weichzeichner verlieren.
Mich in warmen Farben malen.
Mit Lächeln.
Mit Augen, die strahlen.
Nicht nur das Schönste betonen, mich darauf beschränken,
nur das Wesentliche zeigen.
Alles ins rechte Licht rücken.
Alles ein wenig besser machen.
Nur das Schönste tragen.
In einem Moment sein,
in dem ich einzigartig bin.
Einzigartig schön.
Schon fast Perfekt.
Nicht fast.
Perfekt.
Einzigartig Perfekt.
Keine störrischen Haare,
kein Gramm zu viel,
kein fieses Lachen.
Und so verlier ich mich.
In mich,
die ich gar nicht bin,
aber mich doch so male,
so danach strebe,
so gesehen werden möchte.
Ich beschränke mich auf das Wesentliche.
Auf das Perfekte.
Ich bin gemalt.
Ich bin perfekt.
Und ich stehe still.
Keine störrischen Haare,
kein Gramm zuviel,
kein fieses Lachen.
Kein herzliches Lachen.
Keine Haare im Wind.
Einfach still.
Anm.: Das ganze war eine kleine Exkursion meines "Kreatives Schreiben"-Seminars. Hingehen. Lohnt sich.
Dienstag, 3. Mai 2011
Himmlisches Kind.
Ich gehöre wohl zu den wenigen weiblichen Menschen, die es lieben, wenn der Wind durch die Haare weht, durch mein Gesicht streicht, mich kurz schaudern lässt. Schon als Kind, war ich vom Wind fasziniert. Wie er diese Butterbrottütchen über den Schulhof tanzen lässt. Wie er abends das Windspiel vor der Haustüre meiner Großmutter zum singen bringt. Wie er die Bäume so aufgeregt rascheln lässt. Wind bringt etwas in Bewegung. Wind ist Aufschwung. Wind ist Kraft. Wind ist Leben. Es geht mir nicht gut, wenn die Luft so faul und stickig ist, dass ich sie fast schneiden kann, dass sie zum Atmen viel zu warm ist. Ich werde so schläfrig, so träge, mir fehlt der Antrieb. Ich brauch den Wind. Wind ist Antrieb. Wind bringt etwas in Bewegung. Wind ist Aufschwung. Wind ist Kraft. Wind ist Leben. Ich schätze es nicht, allein zu sein. Nicht dieses eine, schöne Allein. Dieses unbewegliche Einsam. Ich werde so unbeweglich, so starr, mir fehlt der Stoß. Ich brauche den Wind. Wind ist Kommunikation. Wind ist Antrieb. Wind bringt etwas in Bewegung. Wind ist Aufschwung. Wind ist Kraft. Wind ist Leben. Meine Mühlen mahlen zu langsam, wenn mir der Wind fehlt. Ich bin ganz schwach. Ich brauche den Wind. Wind ist Stärke. Wind ist Kommunikation. Wind ist Antrieb. Wind bringt etwas in Bewegung. Wind ist Aufschwung. Wind ist Kraft. Wind ist Leben.
Und heute? Heute hab ich ihn gespürt. Den Wind. Wie er mich trägt, wie er mich stupst, wie er mich drängt, wie er mich stößt, wie er mich dreht. Wie er mich sanft berührt. Wie er mich sanft bewegt. Heute war ein guter Tag. Ich hab den Wind in den Haaren gespürt. Heute war ein sehr guter Tag.
Und heute? Heute hab ich ihn gespürt. Den Wind. Wie er mich trägt, wie er mich stupst, wie er mich drängt, wie er mich stößt, wie er mich dreht. Wie er mich sanft berührt. Wie er mich sanft bewegt. Heute war ein guter Tag. Ich hab den Wind in den Haaren gespürt. Heute war ein sehr guter Tag.
Montag, 2. Mai 2011
Für eine handvoll Menschen.
Es hat lange gedauert, bis ich begriffen habe, dass ich die Menschen um mich scharen sollte, die mir in erster Linie gut tun. Mit gut tun meine ich nicht diese Gute-Laune-Menschen, ich meine damit diese Leute, in deren Anwesenheit du mal deinen Kopf ausklinken kannst und dich wohl fühlst. Die dir ein Stückchen Sicherheit geben, ohne dich abhängig zu machen. Die dich halten können, ohne dich zu erdrücken. Die dich zum lachen bringen, wenn du weinst. Denen es aber auch schlecht geht, die sich an dich lehnen, ohne dich mit zu ziehen. Die du gerne hälst. Egal, wie es dir geht. Oder ihnen. Man begreift das erst, wenn man so jemanden findet. Und dann sollte man aufhören, traurig zu sein.
Mittwoch, 6. April 2011
Kreatives Schreiben II 2/3: Hora Cero
Die Angst ist ein seltsames Gefühl. Wenn es dunkel wird, schleicht sie herum. Schaudern. Magenschmerzen. Ekel. Und doch so bittersüß und herrlich. Die Angst ist ein Rummelplatz. Eine Geisterbahn. Eine Freakshow. Du zitterst, du fürchtest um dein Leben und doch fasziniert sie dich, sie umgarnt dich mit ihrem Duft. Blut und Zuckerwatte. Genieß jeden Moment. Adrenalin fließt durch deinen Körper wie grünes Gift, wie eine Droge, du verfällst in Wahnvorstellungen. Oder Hoffnung. Das weißt du nicht. Die Angst umarmt dich wie eine Geliebte. Denn du lebst.
Dienstag, 5. April 2011
Kreatives Schreiben II. Part 1/3 - Laufen.
Laufen, rennen, nicht stehen bleiben. Lauf! Lauf! Lauf! Schau dich nicht um! Lauf! Lauf! Schau nicht nach rechts. Lauf! Lauf! Schau nicht nach links. Stop. Will ich das? Schneller als die Zeit sein, die von Tag zu Tag schneller wird? Jede Sekunde wird kürzer. Jede Stunde gleicht einer Sekunde. Aber ich muss doch laufen, das Leben wartet nicht auf mich. Ganz genervt steht es da, mit dem Blick nervös auf die Uhr. Jede Sekunde wird kürzer. Jede Stunde gleicht einer Sekunde. Ich laufe, lauf mich in einen Rausch, es gibt kein links, kein rechts, erst noch verschwommene Gestalten. Aber wie ein tüchtiges Rennpferd trag ich Scheuklappen. Schneller, schneller. Ich fang an zu schwitzen, zu keuchen. Ich kann nicht mehr. Ich bleib stehen. Seitenstiche. Das Leben läuft weiter, nimmt keine Rücksicht, will gewinnen. Ich schaue zurück. In der Ferne kann ich mein Ich erkennen, wie es da steht, ganz ängstlich, mit geschlossenen Augen, es hält sich die Ohren zu. Ich muss zurück gehen, es abholen, mitnehmen, beschützen. Aber meine Beine tragen mich nicht mehr.
Wir waren heute im Seminar sehr fleißig und ich habe drei Texte geschrieben. Sie enstanden alle unter Einwirkung von Musik, ein sehr spannendes Experiment. Ich werd die Texte stückeln, da sie im Zusammenhang keinen Zusammenhang haben. Was habt ihr vor Emotionen bei diesem Lied?
Wir waren heute im Seminar sehr fleißig und ich habe drei Texte geschrieben. Sie enstanden alle unter Einwirkung von Musik, ein sehr spannendes Experiment. Ich werd die Texte stückeln, da sie im Zusammenhang keinen Zusammenhang haben. Was habt ihr vor Emotionen bei diesem Lied?
Samstag, 2. April 2011
Legen,,,,moment, es kommt gleich... däär!
Ich will einen Mann, der mir zuhört. Der mir niedliche Kuscheltiere schenkt. Einen Mann, der mich, wenn ich mich schlafend stelle, auf die Stirn küsst. Der mit mir Händchen haltend durch die Innenstadt schlendert. Einen richtigen Jungen, der mich nach einem Streit am Telefon, wo ich wütend auflege, sofort zurückruft. Der mir sagt, wie hübsch meine neuen Schuhe sind. Die perfekte Darstellung dieses Mannes ist gelungen.
Meine Damen, ich präsentiere Ihnen: John Dorian!
Aber ab und zu mal einen richtigen Mann? Auch nicht schlecht. Der dir freche Sprüche reindrückt. Dessen ganzes Gedankengut auf Sex und Bier basiert. Der sich selbst für den Besten hält, und du auch ganz genau weißt, dass er die meisten Versprechen über sich auch durchaus hält - nur das eine nicht, nämlich dass er dich am nächsten Tag zurückruft. Die perfekte Darstellung dieses Mannes ist gelungen.
Meine Damen, ich präsentiere Ihnen: Barney Stinson!
So, meine Damen, jetzt seid ihr dran? Eher J.D. oder doch lieber Barney? Oder ist es die mehr oder weniger gesunde Mischung?
Meine Damen, ich präsentiere Ihnen: John Dorian!
Aber ab und zu mal einen richtigen Mann? Auch nicht schlecht. Der dir freche Sprüche reindrückt. Dessen ganzes Gedankengut auf Sex und Bier basiert. Der sich selbst für den Besten hält, und du auch ganz genau weißt, dass er die meisten Versprechen über sich auch durchaus hält - nur das eine nicht, nämlich dass er dich am nächsten Tag zurückruft. Die perfekte Darstellung dieses Mannes ist gelungen.
Meine Damen, ich präsentiere Ihnen: Barney Stinson!
So, meine Damen, jetzt seid ihr dran? Eher J.D. oder doch lieber Barney? Oder ist es die mehr oder weniger gesunde Mischung?
Dienstag, 29. März 2011
Ice, Ice, Baby.
Man braucht nicht viel zum leben. Aber einen Kühlschrank sollte man haben. Ich hatte einen. Aber dann - aus die Maus, kaputt. Und das war im November. Monatelang habe ich dann ohne Kühlschrank gelebt, bis Sonntag. Drei Jahre alt, Bosch, Energiesparzeugs, 80 Euro. Ein echtes Schnäppchen. Aber was hab ich in der Zwischenzeit, zwischen November bis März gemacht? Erfinderisch muss man sein. Eine Aldi-Papkarton auf dem Balkon war mein Kühlschrank und ich sag euch - eisige Zeiten waren das. Mal war mein Käse halb angefroren, mal schimmelte alles doch unnatürlich schnell. Aber man wird auch dann erfinderisch. Passend und nix auf Vorrat einkaufen, frische Sachen sofort verwenden, ein Leben ohne Tiefkühlprodukte - und nun ist der Frühling da, mein Balkon verwandelt sich in eine Sonnenoase und mein Käse - naja, ich will gar nicht weiter drauf eingehen! Und daher besitze ich jetzt wieder einen Kühlschrank, der mitten in meiner Wohnung steht und herrlich vor sich hin summt. Nur einen Namen braucht der Kleine noch? Jemand nen Vorschlag? Vielleicht Frosty?
Donnerstag, 24. März 2011
Die Sache mit der Schönheit.
Wie sagte der kleine Prinz einst?
"On ne voit bien qu'avec le coeur. L'essentiel est invisible pour les yeux.".
Für alle, die der französischen Sprache nicht mächtig sind oder wegen ihr, so wie ich, sogar ihr ganzes Abi geschmissen haben:
"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
Das fiel mit heute in unserem "Pädagogische Kunsttherapie"-Seminar ein. Es ging um Schönheit. Was ist Schönheit? Ist Schönheit individuell, oder gesellschaftlich?
Und weil wir da bitte drüber nachdenken sollen, mach ich es hier, denn dann hab ich es auch wirklich getan.
Mein Begriff von Schönheit ist, dass es darum geht, welche Emotion es im Einzelnen auslöst. Durch bestimmte Erfahrungen sind wir in unserem ästhetischen Empfinden geprägt und würden dann halt sagen: "Das ist schön" und "Das ist nicht schön". Dazu passt dann auch die Sache mit der kleinen Geschichte unseres Dozentin:
"Wenn man alle Menschen dieser Welt bitten würden, den hässlichsten Gegenstand, den sie besitzen, an einen bestimmten Ort zu bringen, so dass ein Berg von lauter Hässlichkeiten entstehen würden. Dann würde man die Menschen bitten, dort hinzugehen und sich den schönsten Gegenstand von allen auszusuchen und mit nach Haus zu nehmen. Am Ende wäre da kein Berg mehr, alle Dinge hätten einen neuen Bestitzer gefunden."
Dem entgegen werf ich nur mal so ein paar Schlagwörter:
Mode! Design! Magerwahn! Topmodels! Essstörungen! Size Zero! Schönheitsoperationen!
Insgeheim stehen wir da alle drauf.
Es gibt also schöne Sachen. Und weniger schöne. Und beschissene. Ästhetikempfindung ist gesellschaftlich bedingt.
Aber, um wieder auf meine Wunschlösung, der Mensch ist frei und individuell zurück zu kommen:
In irgendeinem Büchlein stand mal "Nicht die Schönheit entscheidet, wen wir Lieben. Sondern die Liebe entscheidet, wen wir schön finden." Jaaa. Es dauert nicht mehr lange und die Sülze aus dem Krimskramskästchen tropft durch eure Pc-Lautsprecher.
Also, hier ist mein sehr hässliches Schmier- und Thesenblatt. Also. Die Diskussion ist hiermit unten in den Kommentaren eröffnet. Und ich hoffe, ihr lasst mich hier nicht hängen.
"On ne voit bien qu'avec le coeur. L'essentiel est invisible pour les yeux.".
Für alle, die der französischen Sprache nicht mächtig sind oder wegen ihr, so wie ich, sogar ihr ganzes Abi geschmissen haben:
"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
Das fiel mit heute in unserem "Pädagogische Kunsttherapie"-Seminar ein. Es ging um Schönheit. Was ist Schönheit? Ist Schönheit individuell, oder gesellschaftlich?
Und weil wir da bitte drüber nachdenken sollen, mach ich es hier, denn dann hab ich es auch wirklich getan.
Mein Begriff von Schönheit ist, dass es darum geht, welche Emotion es im Einzelnen auslöst. Durch bestimmte Erfahrungen sind wir in unserem ästhetischen Empfinden geprägt und würden dann halt sagen: "Das ist schön" und "Das ist nicht schön". Dazu passt dann auch die Sache mit der kleinen Geschichte unseres Dozentin:
"Wenn man alle Menschen dieser Welt bitten würden, den hässlichsten Gegenstand, den sie besitzen, an einen bestimmten Ort zu bringen, so dass ein Berg von lauter Hässlichkeiten entstehen würden. Dann würde man die Menschen bitten, dort hinzugehen und sich den schönsten Gegenstand von allen auszusuchen und mit nach Haus zu nehmen. Am Ende wäre da kein Berg mehr, alle Dinge hätten einen neuen Bestitzer gefunden."
Dem entgegen werf ich nur mal so ein paar Schlagwörter:
Mode! Design! Magerwahn! Topmodels! Essstörungen! Size Zero! Schönheitsoperationen!
Insgeheim stehen wir da alle drauf.
Es gibt also schöne Sachen. Und weniger schöne. Und beschissene. Ästhetikempfindung ist gesellschaftlich bedingt.
Aber, um wieder auf meine Wunschlösung, der Mensch ist frei und individuell zurück zu kommen:
In irgendeinem Büchlein stand mal "Nicht die Schönheit entscheidet, wen wir Lieben. Sondern die Liebe entscheidet, wen wir schön finden." Jaaa. Es dauert nicht mehr lange und die Sülze aus dem Krimskramskästchen tropft durch eure Pc-Lautsprecher.
Also, hier ist mein sehr hässliches Schmier- und Thesenblatt. Also. Die Diskussion ist hiermit unten in den Kommentaren eröffnet. Und ich hoffe, ihr lasst mich hier nicht hängen.
Ist Schönheit individuell, oder gesellschaftlich?
Dienstag, 22. März 2011
Kreatives Schreiben I.
Schreiben
Die Zeit
Für jeden Gedanken
Ihn zu Ende bringen
Freiheit.
Anm.: Ich besuche seit heute ein Seminar in der Uni namens "Kreatives schreiben". Meine Ergebnisse werde ich wöchentlich posten. Zu Anfang sollten wir heute ein Elfchen, ein Gedicht aus elf Wörtern in einer bestimmten Form, verfassen zum Thema "Schreiben".
Montag, 21. März 2011
Lieber die kleinen Glücks sammeln,...
..., als auf das ganz Große warten.
Die Frühlingsjacke rauskramen und darin ein 2-Eurostück finden. Frisch gepresster Orangensaft mit Vanilleeis und Heidelbeersauce. Sonnenstrahlen einfangen. Im Hörsaal einen Sitzplatz bekommen. Am neuen Handy die Tastensperre entdecken. Klitzekleine Babysöckchen. Freundinnen wiedersehen. Sonnenschein beim Aufwachen. Frühstück im Bett. Eine große Tasse Milchkaffee. Vertrauen. Einen Vogelkäfig kaufen. Umarmungen. Gelbe Tulpen. Bunte Postkarten. Lachen. Pünktlich in der Uni sein. Blumenläden. Ausfallende Nachmittagsvorlesungen. Kinder im Kinderwagen. Blauer Himmel. Stadtlärm. Ruckzucktortellinis mit Tomatensauce. Frühlingsgefühle. Zigarettentelefonat mit der Besten. Schöne Musik. Wohnung nass wischen. Auf dem Bett faulenzen.
"Es war noch nie so, es war noch nie so, es war nie so schön"
Emma6 -- Paradiso - MyVideo
Die Frühlingsjacke rauskramen und darin ein 2-Eurostück finden. Frisch gepresster Orangensaft mit Vanilleeis und Heidelbeersauce. Sonnenstrahlen einfangen. Im Hörsaal einen Sitzplatz bekommen. Am neuen Handy die Tastensperre entdecken. Klitzekleine Babysöckchen. Freundinnen wiedersehen. Sonnenschein beim Aufwachen. Frühstück im Bett. Eine große Tasse Milchkaffee. Vertrauen. Einen Vogelkäfig kaufen. Umarmungen. Gelbe Tulpen. Bunte Postkarten. Lachen. Pünktlich in der Uni sein. Blumenläden. Ausfallende Nachmittagsvorlesungen. Kinder im Kinderwagen. Blauer Himmel. Stadtlärm. Ruckzucktortellinis mit Tomatensauce. Frühlingsgefühle. Zigarettentelefonat mit der Besten. Schöne Musik. Wohnung nass wischen. Auf dem Bett faulenzen.
"Es war noch nie so, es war noch nie so, es war nie so schön"
Emma6 -- Paradiso - MyVideo
Samstag, 19. März 2011
Mit dem Leben ist es wie mit dem Fahrrad fahren, ...
..., bevor es von ganz alleine geht, scheint es doch am allerschwersten.
Ich hab die Augen zugemacht und kräftig in die Pedale getreten und hab mich, auch wenns schwer war, einen ziemlich steilen Berg hinauf gekämpft. Und jetzt steh ich da oben und schau zurück. Wirklich steil. Aber gut. Ich hab das geschafft. Und vor mir ist Weite. Ganz viel Raum. Durchatmen. Und genießen.
Ich hab die Augen zugemacht und kräftig in die Pedale getreten und hab mich, auch wenns schwer war, einen ziemlich steilen Berg hinauf gekämpft. Und jetzt steh ich da oben und schau zurück. Wirklich steil. Aber gut. Ich hab das geschafft. Und vor mir ist Weite. Ganz viel Raum. Durchatmen. Und genießen.
Sonntag, 13. März 2011
Der kleine Tod.
Übelkeit. Irgendwo da drinnen. Ich bekomme kaum Luft. Meine Schultern fühlen sich so an, als würden sie vibrieren. Mein ganzes Gesicht ist angespannt. Meine Lippen fühlen sich so aufgedunsen an. So viel zu groß. Mein Herz schlägt. Mal viel zu schnell, mal denk ich, es schlägt gar nicht mehr. Gedankenfetzen. Ein metallischer Geschmack. So als hätte man lange ein Fieberthermometer im Mund gehabt. Die Knie zittern. Gedankenfetzen. Ich bekomm keine Luft mehr. Irgendwas muss in meinem Hals stecken. Bauchschmerzen. Mir wird wieder schlecht. Alles ist so schummrig. Ich fühl nur meinen Körper, der Dinge tut, die ganz seltsam sind. Vibration überall. Meine Arme gehören irgendwie nicht mehr zu meinem Körper. Ich schwitze. Gedankenfetzen. Meine Beine sind so schwer. Mir wird wieder schlecht. Mein Puls rast. Mein Kiefer ist so seltsam. Wie gummi. Ich schnappe nach Luft. Meine Hände sind nass. Irgendwas sitzt da in mir drin, was raus will. Ich versuch es rauszuholen. Rauszuweinen. Geht nicht. Keine Tränen. Trockene Augen, das tut fast weh. Dieser Druck auf den Armen. Mir wird schlecht. Gedankenfetzen. Angst. Nicht aufhören zu atmen. Nicht aufhören.Pure Angst. Ich habe Angst. Gedankenfetzen. Dass etwas passiert, was ich nicht will.
Verzweiflung macht sich breit. Mal wieder.
Meine lieben Blogleser, ihr müsst auch denken: "Was ist die Miri nur für ne Meckerziege? Heult nur rum. Motzt nur rum. Beschwert sich am laufenden Band. Mecker. Mecker. Mecker.". Ha! Das stimmt aber gar nicht. Ich bin eigentlich doch ein recht fideles, lustiges Wesen, was gerne und viel lacht und.... Ach, scheiß drauf. Ich bin zu einer Pessimisten gesehen. Ist ja auch ganz egal. Das hier ist ja mein Blog und somit darf ich hier motzen und flennen und ganz unausstehlich sein.
Ich bin das Wochenende über krank geschrieben, da ich so fies krank bin und mir wohl an irgendeiner Straßenecke (oder wohl eher Bewohnerzimmer) einen kleinen, frechen, gemeinen Virus gefangen hab. Das Problem an der Sache ist: Morgen fängt die Uni wieder an. Und ein 45-minütiger Vortrag steht für mich an. Mein Thema bringt mich fast zur Verzweiflung. Nicht fast. Mein Thema bringt mich um. "Die Waldorfpädagogik und das Kind mit Behinderung." Ich glaub, wenn ich da morgen irgendwas faseln werde von: "Bildung ist für Kinder mit Behinderung laut Rudolf Steiner sehr wichtig, da die Waldorfpädagogik von der Wiedergeburt ausgeht, und das Kind so im nächsten Leben einen Nachteil hat, weil man sich an das vorherig Gelernte ja erinnert.." werden meine Zuhörer vor lachen von den Stühlen fallen. Besonders wenn man bedenkt, dass ich auf Grund des gemeinen Viruses fiese Halsschmerzen habe, Heiserkeit und eine verstopfte Nase und daher eher fiepse, statt fasele und mein Gesicht auch irgendwie äußerst seltsam momentan aussieht. Das wird ne Lachrunde.
Ich werd mich mal ein Stündchen hinlegen. Schönheitsschlaf. Haha.
Ich bin das Wochenende über krank geschrieben, da ich so fies krank bin und mir wohl an irgendeiner Straßenecke (oder wohl eher Bewohnerzimmer) einen kleinen, frechen, gemeinen Virus gefangen hab. Das Problem an der Sache ist: Morgen fängt die Uni wieder an. Und ein 45-minütiger Vortrag steht für mich an. Mein Thema bringt mich fast zur Verzweiflung. Nicht fast. Mein Thema bringt mich um. "Die Waldorfpädagogik und das Kind mit Behinderung." Ich glaub, wenn ich da morgen irgendwas faseln werde von: "Bildung ist für Kinder mit Behinderung laut Rudolf Steiner sehr wichtig, da die Waldorfpädagogik von der Wiedergeburt ausgeht, und das Kind so im nächsten Leben einen Nachteil hat, weil man sich an das vorherig Gelernte ja erinnert.." werden meine Zuhörer vor lachen von den Stühlen fallen. Besonders wenn man bedenkt, dass ich auf Grund des gemeinen Viruses fiese Halsschmerzen habe, Heiserkeit und eine verstopfte Nase und daher eher fiepse, statt fasele und mein Gesicht auch irgendwie äußerst seltsam momentan aussieht. Das wird ne Lachrunde.
Ich werd mich mal ein Stündchen hinlegen. Schönheitsschlaf. Haha.
Mittwoch, 9. März 2011
Schnupf, Schnupf, Schnupf.
Das Jahr ist gut 2 1/2 Monate alt und mich plagt die dritte Erkältung! Im Januar war es fiebrig, und schmerzend. Im Febuar war alles. Im März plagt mich eine fiese Schnupfnase, übler Husten und gemeines Halskrächzen. Vermischt mit einem leichten Kater, heute ist ja Aschermittwoch, und wie sich das für ein Mädchen vom Dorf gehört, war ich noch bis 12 Uhr auf dem Festzelt, bietet sich nach einem Tagesdienst ja auch an.
Ja. Und nun lieg ich hier im Bett, ausnahmsweise mal zu Hause und es gibt auch noch so viel zu tun, aber ich bin so lustlos.
Ich muss zur Bank, ich muss zum Copyshop, ja ich muss sogar Klamotten kaufen, und ich spreche da heute wirklich von müssen, was einem ja wirklich beweisen sollte, wie krank ich bin. Aufschieben gilt auch nicht, weil die Uni ne dicke Präsentation am Montag haben will. Son Mist.
Da ich jetzt alle deutschen How-I-met-your-Mother-Staffeln durch hab, hab ich mich daher was ums Krimskramskästchen gekümmert. Es gibt jetzt ne eigene Facebook-Seite, wo meine Leser sich öffentlich bekennen können.
Der Link lautet... moment... einfach hier drauf klicken.
Über ein "Gefällt mir" jeglicher Art freut man sich.
Und ich hab mich ein wenig auf anderen Blogs umgeschaut und auch etwas Eigenwerbung betrieben. Ja. Das wars vorläufig. Ihr seht, ich gebe mein Schätzchen nicht auf.
Zudem wird es auf dem Krimskramskästchen vorläufig weiterhin keine Fotos geben, es sei denn, ich mach ne große Ausnahme. In einer Welt voller visueller Reize will ich da mal drauf verzichten. Und den Leuten, die meine Texte nur mit Bildern verstehen würden, empfehle ich meinen Lektüreschlüssel "Das Krimskramskästchen". Jetzt haben wir an Aschermittwoch noch mal alle auf die Schenkel geklopft.
Alaaf. Nee. Tschüsschen!
Ja. Und nun lieg ich hier im Bett, ausnahmsweise mal zu Hause und es gibt auch noch so viel zu tun, aber ich bin so lustlos.
Ich muss zur Bank, ich muss zum Copyshop, ja ich muss sogar Klamotten kaufen, und ich spreche da heute wirklich von müssen, was einem ja wirklich beweisen sollte, wie krank ich bin. Aufschieben gilt auch nicht, weil die Uni ne dicke Präsentation am Montag haben will. Son Mist.
Da ich jetzt alle deutschen How-I-met-your-Mother-Staffeln durch hab, hab ich mich daher was ums Krimskramskästchen gekümmert. Es gibt jetzt ne eigene Facebook-Seite, wo meine Leser sich öffentlich bekennen können.
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Über ein "Gefällt mir" jeglicher Art freut man sich.
Und ich hab mich ein wenig auf anderen Blogs umgeschaut und auch etwas Eigenwerbung betrieben. Ja. Das wars vorläufig. Ihr seht, ich gebe mein Schätzchen nicht auf.
Zudem wird es auf dem Krimskramskästchen vorläufig weiterhin keine Fotos geben, es sei denn, ich mach ne große Ausnahme. In einer Welt voller visueller Reize will ich da mal drauf verzichten. Und den Leuten, die meine Texte nur mit Bildern verstehen würden, empfehle ich meinen Lektüreschlüssel "Das Krimskramskästchen". Jetzt haben wir an Aschermittwoch noch mal alle auf die Schenkel geklopft.
Alaaf. Nee. Tschüsschen!
Montag, 7. März 2011
Ein Brief.
Es war schon immer so, dass ich mich beim Schreiben viel besser ausdrücken kann, als beim reden. Darum schreib ich dir einen Brief. Ich geb ihn dir nicht, dazu sind nicht die passenden Gegebenheiten da. Ich schreib ihn und steck ihn in mein Krimskramskästchen, weil ich dann irgendwann, wenn wir ganz alt und runzlig sind und uns ein Zimmer in unserem eigenen Altenheim teilen, dir diesen Brief zeigen kann. Und ich hoffe sehr, dass wir lachen werden. Aber noch mehr hoffe ich, dass wir uns auch ein Zimmer teilen, egal in welchem Heim.
Ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Ja. Die frühe Kindheit. Ich brauche keine entwicklungspsychologischen Theorien aufzufahren. Du weißt mein Problem jetzt. Ich sabortiere Beziehungen. Unterbewusst. Und nein, ich bin kein intrigantes Miststück. Ich sabortiere die Beziehungen, die meine eigenen sind und die mir viel bedeuten. Ich sabortiere sie in dem Moment, wo alles am schönsten ist. Nicht nur am schönsten scheint. Wirklich am schönsten ist. Irgendwelche Hormone setzt mein Gehirn dann frei und dann gehts so schnell. Ich beleidige, beschuldige, weine. Und zerstöre. Suche die Suppe im Haar. Obwohl du doch die Nadel im Heuhaufen bist. Für mich. Warst. Bist. Wirst. Ich weiß es ja selbst nicht. Ich mache das auf so eine seltsame Art. Nur weil ich ein Problem habe, mir selbst einzugestehen, dass ich jemandem mehr vertrauen kann als mir selbst. Und wenn ich mir das eingestehe, passiert das Unabwindbare. Ich male mir in den dunkelsten Farben aus, was passiert, wenn dieses Vertrauen nicht mehr da ist. Und du weg bist. Und ich allein. Und der Heuhaufen zum Scherbenhaufen wird. Und dann beginnt es mir leid zu tun. Und ich entschuldige mich.
Und du reagierst nicht. Du weißt, dass es am besten ist, mir an diesen Tagen aus den Weg zu gehen und du weißt wie sehr ich dabei leide, aber auch wie wichtig das für mich ist. Damit ich wieder auf der Erde ankomme. Wenn ich festen Boden unter den Füßen spüre, bist du auch wieder da. Weil dann brauch ich dein Lachen, um auch sicher stehen zu können. Wie gut du mich kennst.
Das macht mir Angst, aber mehr macht es mich glücklich. Du bist gerade sehr sauer auf mich und lässt mich schmoren, nur ich weiß, wenn du irgendwann noch mal auf die vergangenen Tage anspielst, dann mit einem verschmitzten Grinsen. So wie immer. Ich hoffe es zumindest.
Ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Ja. Die frühe Kindheit. Ich brauche keine entwicklungspsychologischen Theorien aufzufahren. Du weißt mein Problem jetzt. Ich sabortiere Beziehungen. Unterbewusst. Und nein, ich bin kein intrigantes Miststück. Ich sabortiere die Beziehungen, die meine eigenen sind und die mir viel bedeuten. Ich sabortiere sie in dem Moment, wo alles am schönsten ist. Nicht nur am schönsten scheint. Wirklich am schönsten ist. Irgendwelche Hormone setzt mein Gehirn dann frei und dann gehts so schnell. Ich beleidige, beschuldige, weine. Und zerstöre. Suche die Suppe im Haar. Obwohl du doch die Nadel im Heuhaufen bist. Für mich. Warst. Bist. Wirst. Ich weiß es ja selbst nicht. Ich mache das auf so eine seltsame Art. Nur weil ich ein Problem habe, mir selbst einzugestehen, dass ich jemandem mehr vertrauen kann als mir selbst. Und wenn ich mir das eingestehe, passiert das Unabwindbare. Ich male mir in den dunkelsten Farben aus, was passiert, wenn dieses Vertrauen nicht mehr da ist. Und du weg bist. Und ich allein. Und der Heuhaufen zum Scherbenhaufen wird. Und dann beginnt es mir leid zu tun. Und ich entschuldige mich.
Und du reagierst nicht. Du weißt, dass es am besten ist, mir an diesen Tagen aus den Weg zu gehen und du weißt wie sehr ich dabei leide, aber auch wie wichtig das für mich ist. Damit ich wieder auf der Erde ankomme. Wenn ich festen Boden unter den Füßen spüre, bist du auch wieder da. Weil dann brauch ich dein Lachen, um auch sicher stehen zu können. Wie gut du mich kennst.
Das macht mir Angst, aber mehr macht es mich glücklich. Du bist gerade sehr sauer auf mich und lässt mich schmoren, nur ich weiß, wenn du irgendwann noch mal auf die vergangenen Tage anspielst, dann mit einem verschmitzten Grinsen. So wie immer. Ich hoffe es zumindest.
Dienstag, 1. März 2011
Weltbloggerkrise.
Ich weiß nicht, was momentan los ist. Aber wo man klickt und liest - überall werden Blogs geschlossen, umstrukturiert oder man liest Entschuldigungen. Stress im Job, Neue Liebe, Die Zeit rennt. Und ich bin da keinen Deut besser, obwohl mein Blog doch noch so in den Anfangsschühchen steckt. Und da ich die Zukunft meines Blogs liebend gerne mit meinen Lesern, die wie ich nun gesehen habe, sogar aus Wien stammen, teilen möchte - hier sind die ganz subjektiven Gründe, die ich mir zusammenreime, warum die BlogsSphäre sich momentan in so einer Krise befindet.
1) Frühjahrsmüdigkeit
1) Frühjahrsmüdigkeit
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
"Unter der Frühjahrsmüdigkeit versteht man eine verringerte Leistungsbereitschaft und Mattigkeit, die viele Menschen im Frühling erleben. Es handelt sich hierbei nicht um eine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern um eine durch den Jahreszeitenwechsel hervorgerufene Erscheinung."
2) Blogs werden zu Geld
Ich persönlich verdien keinen Cent durch mein lächerliches Gekritzel, andere Leute schon. Projekte und co kosten Zeit und Energie und man verliert ganz schnell seine Wurzeln aus den Augen.
3) Privatleben
Manchmal passt das Leben nicht so zum Blog. Jemand, der über Mode bloggt und auf einmal überall rote Herzchen sieht - schwierige Angelegenheit. Da ich ja ausschließlich über mein kümmerliches Privatleben schreibe, kann mir ja sowas nicht passieren
4) Zeit
Die Zeit läuft. Und da muss ich sagen, auch bei mir.
Schließen wir mal ein Resümee: Von vier Gründen treffen nur zwei auf mich und das Krimskramskästchen zu. Ich befinde mich also in einer Fiftyfity-Situation.
Montag, 28. Februar 2011
Offline?! Sollte das Krimskramskästchen vorübergehend nicht aufrufbar sein? Oder ganz dicht machen?
168 Klicks im Monat Febuar.
Das ist erschreckend wenig. Und warum? Ich habe mein Blog diesen Monat ziemlich vernachlässigt, so wenige Posts gab es noch nie. Und warum? Es war ein sehr anstrengender, müde machender Monat. Und heute war endlich Tag X, meine Ferien haben begonnen und ich habe heute seit 3 Wochen das erste mal länger als 7 Uhr geschlafen. Es war eine anstrengende Zeit. Aber auch eine sehr schöne.
Wie es hier weiter gehen wird, wird die Zeit bringen. Ich habe nicht sehr viele Follower, und für das Alter meines Blogs ist das recht traurig. Die meisten meiner Leser sind Bekannte, Freunde und Verwandte, die mich zwar loben und liken, aber man wartet doch irgendwie auf eine Anerkennung außerhalb des sozialen Networks.
Vielleicht ist mein Blog in seiner Persönlichkeit recht langweilig und es fehlen die Fotos und die Musik und alles. Vielleicht ist der Blog als Tagebuch auch aus der Mode.
Daher werde ich mir nun etwas Zeit nehmen, da ich diese jetzt auch habe, meinen Blog zu überdenken und zu entscheiden, ob das hier noch eine Zukunft hat und wenn ja, wie diese Aussehen sollte.
Ich danke aber meinen lieben Lesern für das immer liebe Feedback. Ich hoffe, dass das Krimskramskästchen nach Karneval oder vielleicht schon etwas eher zurück ist. Und sollte es das nicht sein, war es ein tolles Experiment.
Das ist erschreckend wenig. Und warum? Ich habe mein Blog diesen Monat ziemlich vernachlässigt, so wenige Posts gab es noch nie. Und warum? Es war ein sehr anstrengender, müde machender Monat. Und heute war endlich Tag X, meine Ferien haben begonnen und ich habe heute seit 3 Wochen das erste mal länger als 7 Uhr geschlafen. Es war eine anstrengende Zeit. Aber auch eine sehr schöne.
Wie es hier weiter gehen wird, wird die Zeit bringen. Ich habe nicht sehr viele Follower, und für das Alter meines Blogs ist das recht traurig. Die meisten meiner Leser sind Bekannte, Freunde und Verwandte, die mich zwar loben und liken, aber man wartet doch irgendwie auf eine Anerkennung außerhalb des sozialen Networks.
Vielleicht ist mein Blog in seiner Persönlichkeit recht langweilig und es fehlen die Fotos und die Musik und alles. Vielleicht ist der Blog als Tagebuch auch aus der Mode.
Daher werde ich mir nun etwas Zeit nehmen, da ich diese jetzt auch habe, meinen Blog zu überdenken und zu entscheiden, ob das hier noch eine Zukunft hat und wenn ja, wie diese Aussehen sollte.
Ich danke aber meinen lieben Lesern für das immer liebe Feedback. Ich hoffe, dass das Krimskramskästchen nach Karneval oder vielleicht schon etwas eher zurück ist. Und sollte es das nicht sein, war es ein tolles Experiment.
Mittwoch, 23. Februar 2011
Und manchmal da bin ich ein Moor.
Oh schaurig ists übers Moor zu gehn,
Wenn es wimmelt vom Heiderauche,
Sich wie Phantome die Dünste drehn
Und die Ranke häkelt am Strauche,
Unter jedem Tritte ein Quellchen springt,
Wenn aus der Spalte es zischt und singt,
O schaurig ists übers Moor zu gehn,
Wenn das Röhricht knistert im Hauche!
(Anette von Droste Hülshoff)
Schon mal durch eine Moorlandschaft gewandert? Ich habs heute getan, mit den ganzen bunten Waldorfkindern. Ich war noch nie im Moor. Und ich hatte auch immer die Vorstellung, dass es dort sehr sehr gruselig ist. Es ist nicht gruselig dort. Das Moor war gefroren, ich hörte kein Zischen, kein Knacken, kein Schmatzen. Wenn ich die Schritte der Kinder ausblendete, hörte ich nichts. Es war auch nicht dunkel. Es war ganz hell, die Sonne schien. Aber ich verspürte in diesem Moor ein Gefühl von absoluter Einsamkeit. Ich wollte mich am liebsten von der Gruppe abseilen, ganz allein mich von diesem Gefühl ins Moor ziehen lassen. Nur meine Füße über den Steg laufen hören. Nur diese langweilige, eintönige Landschaft um mich alleine herum. Grau, Schwarz, Beige. Nichts anderes. Vielleicht noch das Eis. Mich ganz in dieser Einsamkeit, diesem kleinem Tod, verlieren.
Manchmal genieße ich das alleine sein sehr. Meistens immer. Ich war mal ein Mensch, der immer jemanden um sich herum braucht. Jetzt brauche ich manchmal nur mich und alles andere ist mir zu viel. Dann bin ich auch ganz tot. Und langweilig. Und es ist auch oft so kalt wie am Moor. Aber danach, und nur danach kann ich wieder lebendig, aufregend und warm sein.
Dienstag, 15. Februar 2011
Von Glückshosen, Dorfjugenden, Hochzeiten und dem Gefühl von Zuhaus.
Samstag nacht, kurz vor 12. Ich stapfe in neuen Schuhen und meiner wahnsinnigen neuen Hose aufs Festzelt zu. Es ist Jahre her, dass ich das letzte Mal auf einer Dorffete war. Und es fühlt sich komisch an, ganz fremd und dann wieder vertraut. Aber ich muss, denn du hast heute dort ein Konzert. Ich gehe rein, und stehe dort mit meinem Mantel im Arm allein an einem Stehtisch, ich kenn kein Schwein, mir egal, bin ja wegen dir da. Eigentlich bin ich grad ziemlich sauer auf dich. Am liebsten würde ich dich von der Bühne prügeln. Nur heute ist es ein bisschen anders als sonst. Nach der achten Zugabe kommst du von der Bühne, unsere Blicke finden sich im Getümmel, und um so näher du kommst, umso mehr färbt dein Adrenalin, dein Glück, deine Euphorie auf mich ab. Du strahlst. Ich strahle. Alles ist ok und wir lachen über diese kleinen Missverständnisse, die bei uns an der Tagesordnung stehen. Du musst jetzt abbauen, ich will unbedingt tanzen. Und ich tanze. Ich tanze auf diesem Zeltboden, meine neuen Schuhe kleben auf dem biergetränkten Holzparkett und ich fühle mich in dieser Hose so klasse, weil es doch schon ein Wunder ist, dass ich wieder in so eine Hose herein passe. Ich tanze. Es ist wie früher. Als wir jedes Wochenende auf so vielen Hochzeiten und Holzparketten getanzt haben, zu "Liquido" auf und ab gesprungen sind, als wir an irgendwelchen Cocktailbars uns dort hemmungslos betrunken waren, als die Klamotten nach Rauch und abgestandenem Bier rochen, man nur seine älteste Jacke mitnahm, um das Anstehen an der Gadarobe zu vermeiden und diese einfach in eine Ecke warf und auch nicht die schicksten Schuhe trug, da diese nachher eh aussahen, als wären wir durch sämltiche Felder gestampft wären als graziel abzutanzen. Ich tanze also und ziehe genüßlich an meiner Zigarette. Die landet plötzlich auf dem Boden. Ich schaue hoch. Und da steht er. Im Sommer hat er mich mal nach Hause gefahren, und am nächsten Tag mit mir eine Cola getrunken. So eine richtige Coke aus den kleinen Glasflaschen mit Kronkorkenverschluss. Mit ganz viel Kohlensäure. Und nicht nur die Cola war prickelnd. Ich war fest davon überzeugt, dass ich genau diesen Mann mal heiraten werde, ganz zur Unterhaltung meiner Freundinnen. Und hab ihn nie wieder gesehen. Und jetzt steht er vor mir und fängt an mit mir zu tanzen. Das muss einfach an dieser Wahnsinnshose liegen. Und er zieht sich an mich ran. Und dann. Dann stellt er sich vor und fragt mich nach meinem Namen. Er hat mich vergessen in dem halben Jahr. Etwas später sitze ich dann wieder mit dir in meinem Auto und fahr dich nach Haus. Und ich weiß, hier bin ich vorläufig doch am besten aufgehoben. Und auch irgendwie zuhaus.
Dienstag, 8. Februar 2011
Ganz krank vor lauter Liebe.
Keine Angst, ihr habt nichts verpasst. Mr. Right ist mir nicht übern Weg gelaufen und Mr. False auch nicht, was ja für mich eher typisch wäre. Wie auch. Ich liege mit einer fiesen dicken Grippe in meinem Bett und verlasse dieses leider auch kaum noch. Trotzdem könnte man doch vor lauter Liebe um sich herum ganz krank werden. Ich habe das Gefühl, dass ein paar Tage vorm wichtigsten Tag der Floristik- und Parfümerieindustrie und bei den ersten Sonnenstrahlen meine Umwelt doch ein bisschen verrückt spielt. Da tanzen die Hormone Tango, wie mein Klassenlehrer zu sagen pflegte. Frühlingsgefühle. Die Menschen sind irgendwie alle ganz verliebt, oder wieder neu oder dabei oder ganz ganz verrückt danach. Liebe ist ja auch echt klasse. Aber nicht für die, die sich das ganze Elend anschauen sollen. Ja, ihr habt recht. Ich bin schon ein bisschen neidisch. Grade jetzt, wo ich mir doch jemanden wünsche, der sagt: "Soll ich dir einen Tee machen?" oder "Brauchst du irgendwas?" oder "Soll ich hier mal eben durchwischen?" oder "Worauf hast du Lust? Was soll ich dir kochen?".
Bei mir siehts derzeit da eher kritisch aus, mein bester Freund hat mir zwar eine selbstgebastelte, aus irgendwelchen illegalen Substanzen hergestellte Tulpe versprochen - aber ganz im Ernst, ich würd mich momentan mehr über ne "I love Milka" in Nougat freuen. Aber aussichtslos.
Ich werde daher auch, wenn ich überraschend genesen sollte, jegliche Einkäufe vermeiden, da ich keine "I love you"-Bärchen und Herzchengirlanden und Herztassen und Herzwärmeflaschen sehen will. Ich find das absolut kitschig. Hässlich. Bah. Doch es stimmt einen dann wieder depressiv. Ja, das Leben als Singlemädchen ist nicht mehr so einfach, wenn man auf die zwanzig zugeht.
Bei mir siehts derzeit da eher kritisch aus, mein bester Freund hat mir zwar eine selbstgebastelte, aus irgendwelchen illegalen Substanzen hergestellte Tulpe versprochen - aber ganz im Ernst, ich würd mich momentan mehr über ne "I love Milka" in Nougat freuen. Aber aussichtslos.
Ich werde daher auch, wenn ich überraschend genesen sollte, jegliche Einkäufe vermeiden, da ich keine "I love you"-Bärchen und Herzchengirlanden und Herztassen und Herzwärmeflaschen sehen will. Ich find das absolut kitschig. Hässlich. Bah. Doch es stimmt einen dann wieder depressiv. Ja, das Leben als Singlemädchen ist nicht mehr so einfach, wenn man auf die zwanzig zugeht.
Mittwoch, 2. Februar 2011
Miri goes Waldorf.
Kinder, Kinder.
Ich kann stricken, ich mache heftige Mutproben, gewinne im Brennball, weiß endlich wie der längste Fluss in Deutschland heißt - und lerne morgen ja vielleicht meinen Namen zu tanzen.
Ich arbeite momentan in einer Waldorfschule für Kinder mit Behinderung.
Und weil das alles sehr anstrengend ist, und mein Kopf voller Pädagogik und Kinder ist, war es hier still.
Ich denke, dass ich morgen genug Inspiration habe, für einen der üblichen Texte. Aber jetzt ist erstmal dösen angesagt!
Ich kann stricken, ich mache heftige Mutproben, gewinne im Brennball, weiß endlich wie der längste Fluss in Deutschland heißt - und lerne morgen ja vielleicht meinen Namen zu tanzen.
Ich arbeite momentan in einer Waldorfschule für Kinder mit Behinderung.
Und weil das alles sehr anstrengend ist, und mein Kopf voller Pädagogik und Kinder ist, war es hier still.
Ich denke, dass ich morgen genug Inspiration habe, für einen der üblichen Texte. Aber jetzt ist erstmal dösen angesagt!
Donnerstag, 27. Januar 2011
Manchmal...
Manchmal sprichst du von Dingen, die dich verletzen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die mich verletzen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die dich einmal verletzt haben.
Nie sprichst du von Dingen, die mich einmal verletzt haben.
Manchmal sprichst du von Dingen, die dich ganz kalt und eisig machen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die mich ganz warm werden lassen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die dir Angst machen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die mir Angst machen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die dir die Hoffnung nehmen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die mir die Hoffnung nehmen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die ganz anders sind als du.
Manchmal sprichst du von Dingen, die ganz anders sind als ich.
Manchmal sprichst du von Dingen, die mich zum weinen bringen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die dich nicht zum weinen bringen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die du brauchst.
Manchmal sprichst du von Dingen, die ich habe.
Manchmal will ich dann schreien "Mach die Augen auf."
Manchmal will ich dann schreien "Sei still."
Manchmal will ich dann schreien "Gib nicht auf."
Manchmal will ich dann schreien "Wach auf."
Manchmal will ich dann schreien "Lass mich in Ruh."
Manchmal will ich dann schreien "Schau mich an."
Manchmal will ich dann schreien "Gib mir Zeit."
Manchmal will ich dann schreien "Komm zum Punkt."
Manchmal will ich dann schreien "Lüg uns doch nicht an."
Immer will ich sagen, flüstern, schreien, fragen, mitteilen, vermerken, erzählen, rufen, weinen, lachen, wimmern, singen, krächzen "Ich bin doch da."
Aber mir fehlt der Mut. Nicht manchmal. Immer.
Manchmal sprichst du von Dingen, die mich verletzen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die dich einmal verletzt haben.
Nie sprichst du von Dingen, die mich einmal verletzt haben.
Manchmal sprichst du von Dingen, die dich ganz kalt und eisig machen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die mich ganz warm werden lassen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die dir Angst machen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die mir Angst machen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die dir die Hoffnung nehmen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die mir die Hoffnung nehmen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die ganz anders sind als du.
Manchmal sprichst du von Dingen, die ganz anders sind als ich.
Manchmal sprichst du von Dingen, die mich zum weinen bringen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die dich nicht zum weinen bringen.
Manchmal sprichst du von Dingen, die du brauchst.
Manchmal sprichst du von Dingen, die ich habe.
Manchmal will ich dann schreien "Mach die Augen auf."
Manchmal will ich dann schreien "Sei still."
Manchmal will ich dann schreien "Gib nicht auf."
Manchmal will ich dann schreien "Wach auf."
Manchmal will ich dann schreien "Lass mich in Ruh."
Manchmal will ich dann schreien "Schau mich an."
Manchmal will ich dann schreien "Gib mir Zeit."
Manchmal will ich dann schreien "Komm zum Punkt."
Manchmal will ich dann schreien "Lüg uns doch nicht an."
Immer will ich sagen, flüstern, schreien, fragen, mitteilen, vermerken, erzählen, rufen, weinen, lachen, wimmern, singen, krächzen "Ich bin doch da."
Aber mir fehlt der Mut. Nicht manchmal. Immer.
Traurig, traurig.
Manchmal ertappe ich mich dabei, dass mein Leben ab und zu recht rasant ist.
Vor einigen Sekunden wollte ich ein Schreibprogramm öffnen, um einige Notitzen zu machen, was ich einem Menschen, der doch eigentlich ziemlich nah an meinem Leben ist und mit dem ich erst vor ein paar Tagen intensiv gesprochen habe, unbedingt berichten müssen. Auf der Liste hätte gestanden:
- Tratsch und Klatsch ausem Freundeskreis I
- Tratsch und Klatsch ausem Freundeskreis II
- Tratsch und Klatsch ausem Freundeskreis III
- Meine kleinen alltäglichen Wehwechen
- Unikram
- Mein verrückter Vater und sein neuer Freund "Bruce"
- Familiengeschichten
- etc. etc.
Ich wollte alles aufschreiben, damit ich auch bloß nichts vergesse. Und dabei fällt mir auf, wie rasant unser Leben ist. In ein paar Tagen, in denen ich eigentlich nicht großartig viel geleistet habe außer das Badezimmer zu putzen und ein paar Serien anzuschauen, hat sich so viel getan, ergeben, geändert, ohne mein großes Zutun.
Manchmal macht mir das Angst. Besonders dass ich soviel über Menschen weiß, ohne mit ihnen zu sprechen. Den ganzen Gossip, den ich nachher erzählen möchte, habe ich nicht aus der Kommunikation mit den betreffenden Personen selbst, vielleicht nur minimal, sondern aus den SocialNetworks. Facebook, Studivz und co bieten so viel Gesprächsstoff, dass ich genug erleben würde, wenn ich meine Wohnung gar nicht mehr verlassen müsste.
Und da ich das aber noch tue, und mit dem Erlebten im Fatzebuch oder ähnlichen digitalen Klatschblättern oft aus dem Krimskramskästchen erzähle, will ich nicht wissen, wieviele Leute über mich lästern.
Ich wollte immer in die Stadt um diese große Anonymität zu genießen. Anziehen was du willst. Machen was du willst. Denken was du willst. Aber mit der Anonymität ist das nichts mehr. Die dreckige Schattenseite der SocialNetworks. Alle reden groß über Datenschutz und gegen den gläsernen Bürgern und ich steh da auch voll hinter - aber ich gebe anscheinend so viel von mir persönlich frei, dass die auf mich zugeschnittene Facebookwerbung auch noch genau meine Probleme anspricht: Mode in XXL, Dating, Diäten.
Vor einigen Sekunden wollte ich ein Schreibprogramm öffnen, um einige Notitzen zu machen, was ich einem Menschen, der doch eigentlich ziemlich nah an meinem Leben ist und mit dem ich erst vor ein paar Tagen intensiv gesprochen habe, unbedingt berichten müssen. Auf der Liste hätte gestanden:
- Tratsch und Klatsch ausem Freundeskreis I
- Tratsch und Klatsch ausem Freundeskreis II
- Tratsch und Klatsch ausem Freundeskreis III
- Meine kleinen alltäglichen Wehwechen
- Unikram
- Mein verrückter Vater und sein neuer Freund "Bruce"
- Familiengeschichten
- etc. etc.
Ich wollte alles aufschreiben, damit ich auch bloß nichts vergesse. Und dabei fällt mir auf, wie rasant unser Leben ist. In ein paar Tagen, in denen ich eigentlich nicht großartig viel geleistet habe außer das Badezimmer zu putzen und ein paar Serien anzuschauen, hat sich so viel getan, ergeben, geändert, ohne mein großes Zutun.
Manchmal macht mir das Angst. Besonders dass ich soviel über Menschen weiß, ohne mit ihnen zu sprechen. Den ganzen Gossip, den ich nachher erzählen möchte, habe ich nicht aus der Kommunikation mit den betreffenden Personen selbst, vielleicht nur minimal, sondern aus den SocialNetworks. Facebook, Studivz und co bieten so viel Gesprächsstoff, dass ich genug erleben würde, wenn ich meine Wohnung gar nicht mehr verlassen müsste.
Und da ich das aber noch tue, und mit dem Erlebten im Fatzebuch oder ähnlichen digitalen Klatschblättern oft aus dem Krimskramskästchen erzähle, will ich nicht wissen, wieviele Leute über mich lästern.
Ich wollte immer in die Stadt um diese große Anonymität zu genießen. Anziehen was du willst. Machen was du willst. Denken was du willst. Aber mit der Anonymität ist das nichts mehr. Die dreckige Schattenseite der SocialNetworks. Alle reden groß über Datenschutz und gegen den gläsernen Bürgern und ich steh da auch voll hinter - aber ich gebe anscheinend so viel von mir persönlich frei, dass die auf mich zugeschnittene Facebookwerbung auch noch genau meine Probleme anspricht: Mode in XXL, Dating, Diäten.
Mittwoch, 26. Januar 2011
"Egal wie viele Follower du hast oder nicht - mach weiter!"
Diese kleine, aber sehr, sehr liebe Nachricht landete gestern Nacht in meinem Facebook-Nachrichtenfach und zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht.
Das mit den Followern ist ja so eine Sache. Wo andere Blogs im gleichen Alter wie meine ihren 200. feiern, habe ich... 2. Mehr als 100 Klicks am Tag hatte ich auch noch nicht. Und so viele Kommentare schreibt mir auch keiner.
Also habe ich mir Gedanken gemacht, warum ich dann eigentlich diesen Blog schreibe. Wäre mir die Öffentlichkeit egal - naja, da könnte ich meine Texte doch einfach in ein Worddokument oder in ein Oldschooltagebuch schreiben. Das Problem an der Sache ist, dass mir das reine schreiben doch recht viel bedeutet. Man hat mir mal gesagt, ich soll Fotos auf mein Blog stellen, dann hab ich mehr Leser. Ja, aber find mal Fotos oder mach welche zu meinen Themen. Recht schwierig, finde ich. Gewinnspiele sind auch immer so ein Knotenpunkt, um neue Leser zu gewinnen. Ist aber für meinen Blog relativ lächerlich und sinnlos. Und eigentlich gibt es das Krimskramskästchen auch nur, um andere Leute ein wenig anzustupsen. Und auch mal ein Feedback zu bekommen. Das bekomme ich von meinem Umfeld. Und darum sage ich Danke!
Was bringt mir das große WorldWideWeb mit hunderten von Followern, wenn mir keiner diese Aufmerksamkeit bringt wie meine lieben Freunde, die mir immer wieder sagen, dass das toll ist, was ich hier mache.
Also Danke! Ohne euch, wär das Krimskramskästchen schon längst Geschichte.
Das mit den Followern ist ja so eine Sache. Wo andere Blogs im gleichen Alter wie meine ihren 200. feiern, habe ich... 2. Mehr als 100 Klicks am Tag hatte ich auch noch nicht. Und so viele Kommentare schreibt mir auch keiner.
Also habe ich mir Gedanken gemacht, warum ich dann eigentlich diesen Blog schreibe. Wäre mir die Öffentlichkeit egal - naja, da könnte ich meine Texte doch einfach in ein Worddokument oder in ein Oldschooltagebuch schreiben. Das Problem an der Sache ist, dass mir das reine schreiben doch recht viel bedeutet. Man hat mir mal gesagt, ich soll Fotos auf mein Blog stellen, dann hab ich mehr Leser. Ja, aber find mal Fotos oder mach welche zu meinen Themen. Recht schwierig, finde ich. Gewinnspiele sind auch immer so ein Knotenpunkt, um neue Leser zu gewinnen. Ist aber für meinen Blog relativ lächerlich und sinnlos. Und eigentlich gibt es das Krimskramskästchen auch nur, um andere Leute ein wenig anzustupsen. Und auch mal ein Feedback zu bekommen. Das bekomme ich von meinem Umfeld. Und darum sage ich Danke!
Was bringt mir das große WorldWideWeb mit hunderten von Followern, wenn mir keiner diese Aufmerksamkeit bringt wie meine lieben Freunde, die mir immer wieder sagen, dass das toll ist, was ich hier mache.
Also Danke! Ohne euch, wär das Krimskramskästchen schon längst Geschichte.
Dienstag, 25. Januar 2011
Kindermund.
Ich liebe Kinder. Ich liebe sie nicht, weil sie so süß sind. Okay, manchmal ist das auch ein nicht unerheblicher Grund, wenn sie dich mit ihren riesengroßen Augen anschauen und mit ihren stets schmutzigen und klebrigen Fingern nach dir greifen. Eigentlich liebe ich Kinder, weil sie etwas noch haben, was wir mit der Zeit verlieren. So viel Fantasie benutzen, dass es immer noch die Wahrheit bleibt. Die Dinge auf den Punkt bringen, ohne die liebevollen Details zu vergessen. Und alles erst mal ganz spannend finden, und die Neugierde wichtiger ist als Ängste. Alles so rational zu bedenken, aber noch ganz viel Gefühl reinzubringen. Das Leben einfach machen, ohne ihm seine Schönheit zu nehmen. Und einfach keine Angst haben. Angst vor dem was mal war, was ist, was kommt.
Ihr wisst nicht was ich meine? Als ich das hier gesehen habe, habe ich mich geschämt. Ich scheine mit den Jahren auch so einiges verlernt zu haben.
Ihr wisst nicht was ich meine? Als ich das hier gesehen habe, habe ich mich geschämt. Ich scheine mit den Jahren auch so einiges verlernt zu haben.
Montag, 24. Januar 2011
Sorgen.
Ich hab immer irgendwelche Sorgen und Probleme. Ich führe halt ein bewegtes Leben. Fast so gut wie ne Daily Soap. Hier bei mir gibts keine Happy Moments. Jeder glückliche Augenblick meines Lebens, wird von einem Unwetter aus Sorgen, Ängsten, Zwängen überschattet. Drama. Ganz großes Drama. Mach doch nicht son Drama, Miriam. Doch. Denn ich steh ja schon ein bisschen auf das große Kino in meinem Leben. Wer tut das nicht? Aber wenn es mir dann wirklich nicht gut geht, dann mach ich etwas, was schlimmer ist, als all die Sorgen und Probleme. Ich ignoriere sie. Ich lebe in den Tag hinein, ohne nur einen einzigen Gedanken an sie zu verschwenden. Manchmal zwicken sie mich schon in die Seite, aber ich tu so, als wär da nichts gewesen. Hab ich mir nur eingebildet. Das ist doch klasse, Miriam. Dass du dir deinen Kopf so frei machen kannst. Ja, frei ist er dann. Aber leider auch frei von jeglichen Lösungsvorschlägen. Und dann werden die Sorgen zu Kummer. Und das möchte ich mir in Zukunft doch lieber ersparen.
Donnerstag, 20. Januar 2011
Verliebt in Mr. Shuester.
Ich bin ein riesiger Scrubsfan. Scrubs ist sowas wie eine Lebensphilosophie. Scrubs ist einfach Scrubs. Ihr kennt Scrubs nicht? Dann seid froh. Vor euch liegen acht wundervolle Staffeln, und ich sag euch, ihr werdet jede einzelne Episode lieben. Ich tue das. Scrubs. Aber irgendwann sind die Staffeln vorbei, und die neuen sind halt nicht mehr wie die alten. Und ich hab gesucht und gesucht - und endlich, hab ich eine Ersatzdroge gefunden.
schon in den ersten Minuten war ich gefesselt, und schaue gerade die erste Staffel an. Ich will nicht viel erzählen, worum es geht, daher nur einen kleinen Ausschnitt, wo man ganz gut sieht was Glee ist.
Im Freetv läuft seit Montag um 20.15 auf Super RTL die erste Staffel, ich empfehle euch aber das Orginal in Englisch!
schon in den ersten Minuten war ich gefesselt, und schaue gerade die erste Staffel an. Ich will nicht viel erzählen, worum es geht, daher nur einen kleinen Ausschnitt, wo man ganz gut sieht was Glee ist.
Im Freetv läuft seit Montag um 20.15 auf Super RTL die erste Staffel, ich empfehle euch aber das Orginal in Englisch!
Montag, 17. Januar 2011
Willst du die Wahrheit hören oder etwas Schönes?
Die Wahrheit ist eine miese Sache. Wir wollen sie von jedem über alles hören. Wir schreiben Ehrlichkeit groß. Aber wenn es dann ums Eingemachte geht, dann ist die Wahrheit gar nicht mehr so unser Ding. Ich meine jetzt nicht, unsere Wahrheit mitzuteilen. Obwohl das auch immer schwer ist. Ich spreche eher darüber, wenn wir die Wahrheit erfahren. Dann wollen wir sie gar nicht mehr hören. Dann wünschen wir uns Lügen und Zweideutiges und irgendwas, in das wir etwas reininterpretieren können. Weil wir doch alle eigentlich kleine oder große Träumer sind. Und wir wollen uns alles offen halten. So eine Wahrheit kann ja schon recht einschränkend sein. Wir haben nicht mehr so viel Überdenkungsmöglichkeiten, es steht ja eigentlich fest. Und meistens tut sie uns auch irgendwie weh. Wir sind enttäuscht. Und meistens sind wir dann enttäuscht von uns selbst. Warum habe ich das nicht erkannt? Und ist das wirklich mein Leben, was ich doch so ganz anders gesehen habe? Warum ist es nicht so, wie ich dachte? Wahrheiten sind wie abgelaufene Joghurts, sie bereiten uns Bauchschmerzen und bringen uns zum kotzen, und von zu vielen können wir tatsächlich einen bleibenden Schaden erhalten. Wenn wir ganz ehrlich sind - auf die Wahrheit können wir doch alle getrost verzichten!
Bin ich daher für ein Leben voller Lügen? In meinen Dailysoaps find ich das ja immer sehr spannend - im wirklichen Leben doch nicht so prickelnd. Wahrheiten können uns zwar enttäuschen, traurig und wütend machen - aber wir nehmen sie hin, wir nehmen sie an, wir leben sie. Sie zeigen neue Perspektiven. Lügen dagegen zerstören, stigmatisieren und schaffen eine heile Welt, von der wir wissen, dass es sie so gar nicht gibt. Und das ist die Wahrheit.
Bin ich daher für ein Leben voller Lügen? In meinen Dailysoaps find ich das ja immer sehr spannend - im wirklichen Leben doch nicht so prickelnd. Wahrheiten können uns zwar enttäuschen, traurig und wütend machen - aber wir nehmen sie hin, wir nehmen sie an, wir leben sie. Sie zeigen neue Perspektiven. Lügen dagegen zerstören, stigmatisieren und schaffen eine heile Welt, von der wir wissen, dass es sie so gar nicht gibt. Und das ist die Wahrheit.
Freitag, 14. Januar 2011
Kinder kosten oder wie gründet man eine Babysittergewerkschaft?
Der Trend geht ja bei mir zum Drittjob. So ist das bei uns Sozialleuten. Die, die ich kenne, haben alle mehrere Dinger am laufen, liegt vermutlich an unserer miserablen Bezahlung. Oder weil wir oft Freizeit und Job verwechseln. Ein kleines Helfersyndrom haben wir ja eh alle. Nunja. Da meine zwei bisherigen Jobs zwar wirklich schon sehr anstrengend sind, wollte ich noch eine Kleinigkeit haben, so für in der Woche, zwischendurch, ein paar Stündchen. Da kam mir ja der Aufruf an unserer Unipinnwand entgegen.
"Suche Babysitter für meine Tochter (5) für 2 Std/Woche und flexiblen Einsatz"
Ein Abrisszettelchen mit Nummer war noch da und ich auch sofort angerufen. Sie war erst ganz und gar nicht von mir begeistert, da ich erst im ersten Semester bin und doch recht jung. Geduzt hat sie mich auch direkt. Hab ich ja eigentlich auch nichts gegen, aber nunja. Proffesionell sollte es ja trotzdem ein wenig sein. Beim ersten Telefonat. Als ich ihr aber berichtete, dass ich ein Jahr in einer integrativen Kita gearbeitet hatte, war sie hellauf begeistert, hätte aber noch am folgenden Tag ein Bewerbungsgespräch.
Heute rief sie an. Und wollte alles mögliche wissen. Referenzen, Erfahrungen, vorm Bewerbungsgespräch ein Foto per Email, Studienabsichten. Dass sie mich nicht nach meinem pädagogischen Babysitterkonzept gefragt hat, war auch alles. Typische Ratgebermutti. Typische "Latte-Macchiatto-trinkende-und-Retro-Kinderwagen-fahrende-und-Highheels-staksende-desperate-Housewife-mit-Vorliebe-für-pädagogisch-sinnvolles-Spielzeug-und-Erziehungsvorträgen-mit-den-anderen-trendy-Müttern".
In ihrer Wohnung wimmelt es vermutlich nur von Bestsellernerziehungsratgebern wie "Wie dressiere ich mein Kind zu Höchstleistungen in Mathematik?", "Was will mein Kind mir mit diesem Bild sagen?", "Jedes Kind kann zuhören lernen" oder "Glückliche Kindheit - Alles was das Kind braucht von A-Z". Und alle Staffeln der Supernanny. Und das Begleitbuch.
Erziehen ist nämlich hip. Besonders die Richtige. Erziehung ist wichtig.
Unsere Kinder sind kleine, zauberhafte Röschen, und wir sind die hübschen Gärtnerinnen, die gießen, düngen, veredeln, in Watte packen.
Sie will kein fünfzehnjähriges Mädel aus der Nachbarschaft. Es sollte schon eine Fachkraft sein. Und zu schade, dass ich keine abgeschlossene Ausbildung zur Erzieherin habe.
Ich wollte ein Vorstellungsgespräch, aber nicht heute. Montag geht nicht, da hätte die Kleine turnen. Mittwoch wäre doch ganz gut? Und achja, es wär ihr einfach sehr wichtig, wie ich mit ihrer Tochter agieren würde. Wie die Harmonie zwischen uns wäre. In den zwei Stunden übt sie bestimmt ein neues Hobby aus. Joga. Oder einen Kurs zum Thema "Wie schließt mein Kind neue Freundschaften?". Oder Latte trinken mit den anderen trendy Mamas.
Und dann kam der Satz.
"Und die Bezahlung würde sich so auf 4-5 Euro pro Stunde belaufen. Das ist ja so gang und gebe"
"Suche Babysitter für meine Tochter (5) für 2 Std/Woche und flexiblen Einsatz"
Ein Abrisszettelchen mit Nummer war noch da und ich auch sofort angerufen. Sie war erst ganz und gar nicht von mir begeistert, da ich erst im ersten Semester bin und doch recht jung. Geduzt hat sie mich auch direkt. Hab ich ja eigentlich auch nichts gegen, aber nunja. Proffesionell sollte es ja trotzdem ein wenig sein. Beim ersten Telefonat. Als ich ihr aber berichtete, dass ich ein Jahr in einer integrativen Kita gearbeitet hatte, war sie hellauf begeistert, hätte aber noch am folgenden Tag ein Bewerbungsgespräch.
Heute rief sie an. Und wollte alles mögliche wissen. Referenzen, Erfahrungen, vorm Bewerbungsgespräch ein Foto per Email, Studienabsichten. Dass sie mich nicht nach meinem pädagogischen Babysitterkonzept gefragt hat, war auch alles. Typische Ratgebermutti. Typische "Latte-Macchiatto-trinkende-und-Retro-Kinderwagen-fahrende-und-Highheels-staksende-desperate-Housewife-mit-Vorliebe-für-pädagogisch-sinnvolles-Spielzeug-und-Erziehungsvorträgen-mit-den-anderen-trendy-Müttern".
In ihrer Wohnung wimmelt es vermutlich nur von Bestsellernerziehungsratgebern wie "Wie dressiere ich mein Kind zu Höchstleistungen in Mathematik?", "Was will mein Kind mir mit diesem Bild sagen?", "Jedes Kind kann zuhören lernen" oder "Glückliche Kindheit - Alles was das Kind braucht von A-Z". Und alle Staffeln der Supernanny. Und das Begleitbuch.
Erziehen ist nämlich hip. Besonders die Richtige. Erziehung ist wichtig.
Unsere Kinder sind kleine, zauberhafte Röschen, und wir sind die hübschen Gärtnerinnen, die gießen, düngen, veredeln, in Watte packen.
Sie will kein fünfzehnjähriges Mädel aus der Nachbarschaft. Es sollte schon eine Fachkraft sein. Und zu schade, dass ich keine abgeschlossene Ausbildung zur Erzieherin habe.
Ich wollte ein Vorstellungsgespräch, aber nicht heute. Montag geht nicht, da hätte die Kleine turnen. Mittwoch wäre doch ganz gut? Und achja, es wär ihr einfach sehr wichtig, wie ich mit ihrer Tochter agieren würde. Wie die Harmonie zwischen uns wäre. In den zwei Stunden übt sie bestimmt ein neues Hobby aus. Joga. Oder einen Kurs zum Thema "Wie schließt mein Kind neue Freundschaften?". Oder Latte trinken mit den anderen trendy Mamas.
Und dann kam der Satz.
"Und die Bezahlung würde sich so auf 4-5 Euro pro Stunde belaufen. Das ist ja so gang und gebe"
Donnerstag, 13. Januar 2011
Von Nachbarschaftsengeln.
Mir gehts wieder gut. Innerlich. Manchmal ist es ganz gut, nicht zu reden und einfach dort weiter zu machen, wo man aufgehört hat. Und es funktioniert und macht glücklich. Trotzdem mime ich derzeit den sterbenden Schwan mit sehr großem Erfolg. Mich plagen allerlei körperliche Leiden (Kopfschmerzen, erhöhte Temperatur, Halsschmerzen, Gliederschmerzen, Schlappheit, Schluckbeschwerden, Rückenschmerzen, Husten etc). Die flinke Schwesternhelferin von heute diagnosfiziert sich selbst und verabreicht sich auch ein paar Medikamente, gemösert, schlucken ist im Moment nicht mein Ding. Zudem habe ich mir Apfelsinen und ausdrückliche Bettruhe und Jammern ohne Ende verschrieben. Heute gehts mir schon um einiges besser. Was aber auch daran liegen könnte, dass mir gestern ein Engel begegnet ist. Er hatte rote, lange Haare und wohnt direkt gegenüber.
Meine liebe Nachbarin. Wer selbst nicht viel hat, der gibt wohl am meisten ab. Und so stand sie da gestern vor meiner Tür, mit einem Korb voller Leckereien für ihre "Lieblingsstudentin", wo sie alles rein gelegt hatte, was sie selbst nicht braucht. Nudeln, frisches Obst, sogar ein Paket Nesquick und ein paar heißgeliebte Milkamuffins. Sie war vorher bei der Tafel. Ich hab mich sehr gefreut darüber.
Bitte, Miriam nimmt das auch noch an? Die Frau ist anscheinend total bedürftig, und ich nehme ihr auch noch was zu Essen weg? Ja. Weil ich weiß, dass ich sie sonst mehr kränken würde als jeder Besuch beim Arbeitsamt oder das Warten bei der Tafel. Sie ist eine sehr stolze Frau. Und sie sorgt sich um ihre Mitmenschen. Sie ist ein Engel. Und Engel brauchen keine goldenen Flügel, um andere Menschen zum lächeln zu bringen.
Meine liebe Nachbarin. Wer selbst nicht viel hat, der gibt wohl am meisten ab. Und so stand sie da gestern vor meiner Tür, mit einem Korb voller Leckereien für ihre "Lieblingsstudentin", wo sie alles rein gelegt hatte, was sie selbst nicht braucht. Nudeln, frisches Obst, sogar ein Paket Nesquick und ein paar heißgeliebte Milkamuffins. Sie war vorher bei der Tafel. Ich hab mich sehr gefreut darüber.
Bitte, Miriam nimmt das auch noch an? Die Frau ist anscheinend total bedürftig, und ich nehme ihr auch noch was zu Essen weg? Ja. Weil ich weiß, dass ich sie sonst mehr kränken würde als jeder Besuch beim Arbeitsamt oder das Warten bei der Tafel. Sie ist eine sehr stolze Frau. Und sie sorgt sich um ihre Mitmenschen. Sie ist ein Engel. Und Engel brauchen keine goldenen Flügel, um andere Menschen zum lächeln zu bringen.
Samstag, 8. Januar 2011
Flaschenpost fürs Herz.
Ich hab ein Faible für das Liebevolle. Und darum lese ich immer wieder gerne den Blog von Magnoliaelectric. Und auf Grund meiner momentanen Stimmung möchte ich daher unbedingt an ihrem Gewinnspiel, welches durch den Onlineshop Nerdbirds gesponsert wird, mit machen.
Es gibt diese wundervolle Kette zu gewinnen. Ich hatte mal einen sehr hübschen, kleinen goldenen Schlüssel. Ich hab ihn immer noch, dann und wann hängt er noch mal an meinem Hals. Immer werde ich dann gefragt: "Ist das der Schlüssel zu deinem Herzen?". Bei so einer Flaschenpost werde ich wohl auch gefragt werden. Was das denn nun bitte soll. Und ich werd nur lächeln. Und denken, dass dort die Botschaft meines Herzens steht. Auch wenn ich sie selbst nicht kenne, sie ist irgendwie da.
Wenn ihr auch diese Kette und den tollen Handspiegel unbedingt wollt, noch könnt ihr hier bei Magnoliaelectric's Gewinnspiel ohne weiteres mitmachen - auch für nicht Blogger!
Es gibt diese wundervolle Kette zu gewinnen. Ich hatte mal einen sehr hübschen, kleinen goldenen Schlüssel. Ich hab ihn immer noch, dann und wann hängt er noch mal an meinem Hals. Immer werde ich dann gefragt: "Ist das der Schlüssel zu deinem Herzen?". Bei so einer Flaschenpost werde ich wohl auch gefragt werden. Was das denn nun bitte soll. Und ich werd nur lächeln. Und denken, dass dort die Botschaft meines Herzens steht. Auch wenn ich sie selbst nicht kenne, sie ist irgendwie da.
Wenn ihr auch diese Kette und den tollen Handspiegel unbedingt wollt, noch könnt ihr hier bei Magnoliaelectric's Gewinnspiel ohne weiteres mitmachen - auch für nicht Blogger!
Schwerelos.
Ich bin allein. Allein sein kann sehr schön sein. Daher bin ich einsam. Ich fühle mich von der Welt verlassen, weil ich mich von dir verlassen fühle. Vielleicht weil du meine Welt bist? Bist du nicht. Das weiß ich. Das fühl ich. Das merk ich immer wieder. Aber vielleicht, weil du mein Zuhause bist? Home is, where your heart is. Aber mein Herz hängt doch an ganz anderen Dingen. Gar nicht so sehr an dir. Viel mehr an mir. Aber warum bin ich denn so einsam? Ich bin so schwerelos. Ich liege hier und denke kaum. Eigentlich denke ich viel zu viel. Grad im Moment. Aber kann man das Gedanken nennen? Oder sind das mehr Wünsche. Ich wünsch mir eine Uhr. Eine große, alte Uhr. Mit vielen Zahnrädern, die miteinander verhakt sind. So wie wir. Und dann beginne ich, den großen Zeiger rückwärts zu bewegen. Bei dem Wort "Rückwärts" war ich mir nicht sicher, wie mans schreibt. Ich hab nicht auf mein Gefühl gehört. Was man so als erstes schreibt, ist ja nicht unbedingt richtig. Ich hab es nachgeschlagen. Hat das was mit uns zutun? Ich möchte keine Zeiger rückwärts bewegen, doch viel lieber vorwärts. Zeig mir doch, wie wir wo in ein paar Wochen stehen. Bist du dann noch neben mir? Oder wieder? Oder sind wir ganz weit voneinander weg? Ich möchte nichts bereuen müssen, wenn ich die wirklichen Folgen nicht kenne. Das ist doch sehr rational. Und doch keine logische Handlung. Ich weiß immer, was ich möchte. Aber die Uhr macht mir das Leben heute schwer. Ich weiß gar nichts mehr. Ich weiß nur, ich liege hier und fühl mich ganz schwerelos. Und ich weiß, dass du den Boden unter den Füßen gerade spürst. Ich schwebe. Und ich habe Angst, dass du mich diesmal nicht auffängst, wenn ich falle. Versprechen und Erfahrungen gelten nicht mehr. Das hat die Schwerelosigkeit so an sich.
Das ist für dich. Aber doch mehr für uns. Klingt so fröhlich, wie wir waren. Ist aber so ernst, wie wir sind.
Das ist für dich. Aber doch mehr für uns. Klingt so fröhlich, wie wir waren. Ist aber so ernst, wie wir sind.
Donnerstag, 6. Januar 2011
Hausarbeiten und Gehaltserhöhungen. Ein Tribut an Erich Kästner.
In einem meiner Lieblingsbücher, "Pünktchen und Anton" vom großartigen Herrn Kästner, gibt es nach jedem Kapitel eine sogenannte "kleine Nachdenkerei". Da hilft Kästner mit ein paar schönen Bildern und Metaphern, Beispielen und Anekdoten den kleinen Lesern auf die Sprünge. Er sagt auch ausdrücklich, dass man ja kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn man diese Seiten umblättert und sie sind extra kusiv geschrieben. Ich habe diese Seiten immer geliebt. Wie wahnsinnig. Und darum gibts jetzt auch hier so eine kleine Nachdenkerei.
Beim Durchstöbern meines Kalenders ist mir so eben aufgefallen, dass ich mitte Februar zwei Hausarbeiten abgeben muss. Huch! Das ging ja jetzt ... schnell.
Die Themen, die ich schon seit einer halben Ewigkeit stehn hab sind einmal:
"Die Bedeutung des reflektierten Umgangs mit Vorurteilen in der Praxis des Sozialarbeiters"
sowie
"Kognitive Förderung statt kommerzielle Überforderung in Spiel und Beschäftigung während des ersten Lebensjahres"
Fragt mich besser nicht, wie ich mir sowas aus den Kopf drücken kann - die erste Hausarbeit ist eine Gruppenarbeit, zu der wir bereits eine empirische Studie gemacht haben und die wir nächste Woche präsentieren müssen, die ist aber schon ready to rumble, ebenfalls die Großgruppenpräsentation "Lebenswelt Aachen: Elisengarten und Rathausplatz aus der Perspektive der Sozialen Arbeit" - die Uni zieht echt krass an momentan. Im Februar bin ich auf Praxiserkundung in einer Waldorfschule für Kinder mit Behinderung - ich freu mich tierisch, und werde hoffentlich nicht enttäuscht, wenn ich nicht lerne, meinen Namen zu tanzen. Wär doch mal was.
Hab ich eigentlich mal erwähnt, dass ich mir für dieses Semester vorgenommen habe, alle deutschen Scrubsstaffeln anzuschauen? Hab ich doch tatsächlich geschafft. Gratulation!
Und dann fängt auch schon das zweite Semester an, mit ganz viel kreativen Kram und ganz viel juristischen Kram. Ich bin wirklich gespannt wie ein Flitzebogen.
Ach und ne Gehaltserhöung habe ich diesen Monat auch noch abkassiert. Ich bin ja Mädchen für alles für zwei Hand voll demenziell erkrankte, liebevolle Menschen - und so 2 Euro mehr die Stunde motivieren doch sehr.
Warum ich jetzt so konkret darüber spreche, was ich momentan so vor mir habe und mach und tu und treib? Na, ich wollt doch mal ein bisschen konkreter werden. Ich finde, wenn ich alles so beim Namen nenne, ist es doch höchst unpersönlich. Ich hab grad Dinge von mir Preis gegeben, die auch nur annähernd was mit meiner Persönlichkeit zu tun haben. Dabei ist es direkt aus dem Leben. Die Dinge, die ich sonst hier schreibe, sind doch alle recht schwammig. Man braucht schon ein bisschen Geduld, um mir folgen zu können. Die Sachen kommen ja auch aus meinem Herzen, und das mag ich selbst oft nicht immer sofort verstehen. Aber das hier ist alles doch sehr beim Namen genannt. Direkt aus dem Leben. Und doch so fern. Darüber sollte man jetzt mal nachdenken.
Beim Durchstöbern meines Kalenders ist mir so eben aufgefallen, dass ich mitte Februar zwei Hausarbeiten abgeben muss. Huch! Das ging ja jetzt ... schnell.
Die Themen, die ich schon seit einer halben Ewigkeit stehn hab sind einmal:
"Die Bedeutung des reflektierten Umgangs mit Vorurteilen in der Praxis des Sozialarbeiters"
sowie
"Kognitive Förderung statt kommerzielle Überforderung in Spiel und Beschäftigung während des ersten Lebensjahres"
Fragt mich besser nicht, wie ich mir sowas aus den Kopf drücken kann - die erste Hausarbeit ist eine Gruppenarbeit, zu der wir bereits eine empirische Studie gemacht haben und die wir nächste Woche präsentieren müssen, die ist aber schon ready to rumble, ebenfalls die Großgruppenpräsentation "Lebenswelt Aachen: Elisengarten und Rathausplatz aus der Perspektive der Sozialen Arbeit" - die Uni zieht echt krass an momentan. Im Februar bin ich auf Praxiserkundung in einer Waldorfschule für Kinder mit Behinderung - ich freu mich tierisch, und werde hoffentlich nicht enttäuscht, wenn ich nicht lerne, meinen Namen zu tanzen. Wär doch mal was.
Hab ich eigentlich mal erwähnt, dass ich mir für dieses Semester vorgenommen habe, alle deutschen Scrubsstaffeln anzuschauen? Hab ich doch tatsächlich geschafft. Gratulation!
Und dann fängt auch schon das zweite Semester an, mit ganz viel kreativen Kram und ganz viel juristischen Kram. Ich bin wirklich gespannt wie ein Flitzebogen.
Ach und ne Gehaltserhöung habe ich diesen Monat auch noch abkassiert. Ich bin ja Mädchen für alles für zwei Hand voll demenziell erkrankte, liebevolle Menschen - und so 2 Euro mehr die Stunde motivieren doch sehr.
Warum ich jetzt so konkret darüber spreche, was ich momentan so vor mir habe und mach und tu und treib? Na, ich wollt doch mal ein bisschen konkreter werden. Ich finde, wenn ich alles so beim Namen nenne, ist es doch höchst unpersönlich. Ich hab grad Dinge von mir Preis gegeben, die auch nur annähernd was mit meiner Persönlichkeit zu tun haben. Dabei ist es direkt aus dem Leben. Die Dinge, die ich sonst hier schreibe, sind doch alle recht schwammig. Man braucht schon ein bisschen Geduld, um mir folgen zu können. Die Sachen kommen ja auch aus meinem Herzen, und das mag ich selbst oft nicht immer sofort verstehen. Aber das hier ist alles doch sehr beim Namen genannt. Direkt aus dem Leben. Und doch so fern. Darüber sollte man jetzt mal nachdenken.
Sinn machts nicht. Aber es tut gut.
Es ist fast 14 Uhr und ich habe das Bett heute nur verlassen, um mit beim Bäcker um die Ecke Brötchen zu holen, die ich dann mit Nutella auch hier im Bett in mich reingestopft hab. Reinstopfen ist vielleicht das falsche Wort. Es hatte durchaus etwas mit Genuss zu tun. Draußen ist richtiges Schmuddelwetter. Ihr denkt euch grad bestimmt, ach Madame bläst immer nur Trübsal. Tut se nicht. Mir gehts gut. Wieder. Es sind so die kleinen Momente, die mich momentan zum lächeln bringen. Gestern abend bin ich rausgegangen, ein Geburtstag stand an. Ich erzählte den Mädchen, die ich noch kein halbes Jahr kenne, mein ganzes Dilemma. Und als ich sagte: "Wie solls nur jetzt weitergehn?", da sagte eine: "Das kann ich dir sagen. Mit uns als Freundinnen gehts weiter". Und die Sonne ging wieder auf. Mir machts nicht mehr aus, dass der Schnee schmilzt. Soll er doch. Ich freu mich, die ersten Sonnenstrahlen auf dem Balkon einzufangen. Grad regnets draußen. Aber es wäscht doch alles wieder rein. Der ganze Schmutz wird abgespült. Und das ist besser, als einfach eine Schneedecke drüber zu legen. Was ich jetzt mache? Mich zurücklegen und Sitcoms schauen. Vielleicht gleich auch den Abwasch. Aber auf jeden Fall mit mir zusammen sein.
Dienstag, 4. Januar 2011
2011 wird mein Jahr. Von wegen.
Das neue Jahr ist vier Tage alt - und ich hab schon ne richtig dicke Depression. Meine Depressionen kann man sich etwa wie eine mittelstarke Erkältung sehen: Ich bin chronisch müde, wälze mich nachts bis in die frühen Morgenstunden herum, der Taschentuchverbrauch steigt extrem und mir schmeckt nichts mehr. Mir tut alles weh und ich nehm meine Umwelt nur noch so verschwommen war, wie Stimmen, wenn man grade aus dem Wasser auftaucht. Nicht angenehm, dass kann ich euch sagen. Leider kann ich euch nicht sagen, warum es mir so geht. Ich bin glaube ich vor lauter Sehnsucht ganz krank. Ich leide darunter, dass der Schnee anfängt zu tauen. Und dass es keinen Weihnachtsmarkt mehr gibt. Der Winter war so schön, so zauberhaft, und jetzt wo es anfängt zu tauen, kommt all der Dreck wieder zum Vorschein. Ich hab das Gefühl, ich hätte so schön geträumt. Und jetzt werd ich wach. Meine Wohnung sieht schrecklich aus. Mein Toaster liegt immer noch im Auto. Und Studiengebüren sind auch wieder fällig. Ihr merkt, mich kann nichts mehr zum Lachen bringen. Aber alles zum heulen. Machs gut, du fiese, graue Welt. Ich vergrab mich jetzt in meinem Bett.
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