Ein Blog über das Leben. Wie es ist, wie es war, wie es sein sollte. So subjektiv, dass es wieder objektiv ist. Eine einzige Lüge, die doch die Wahrheit ist. Zwischen den verrücktesten Teesorten und den lieblosesten Orten.


„Beim Schreiben ist es wie bei der Prostitution. Zuerst macht man es aus Liebe, dann für ein paar Freunde und schließlich für Geld.“
Jean-Baptiste Poquelin

Dienstag, 8. Februar 2011

Ganz krank vor lauter Liebe.

Keine Angst, ihr habt nichts verpasst. Mr. Right ist mir nicht übern Weg gelaufen und Mr. False auch nicht, was ja für mich eher typisch wäre. Wie auch. Ich liege mit einer fiesen dicken Grippe in meinem Bett und verlasse dieses leider auch kaum noch. Trotzdem könnte man doch vor lauter Liebe um sich herum ganz krank werden. Ich habe das Gefühl, dass ein paar Tage vorm wichtigsten Tag der Floristik- und Parfümerieindustrie und bei den ersten Sonnenstrahlen meine Umwelt doch ein bisschen verrückt spielt. Da tanzen die Hormone Tango, wie mein Klassenlehrer zu sagen pflegte. Frühlingsgefühle. Die Menschen sind irgendwie alle ganz verliebt, oder wieder neu oder dabei oder ganz ganz verrückt danach. Liebe ist ja auch echt klasse. Aber nicht für die, die sich das ganze Elend anschauen sollen. Ja, ihr habt recht. Ich bin schon ein bisschen neidisch. Grade jetzt, wo ich mir doch jemanden wünsche, der sagt: "Soll ich dir einen Tee machen?" oder "Brauchst du irgendwas?" oder "Soll ich hier mal eben durchwischen?" oder "Worauf hast du Lust? Was soll ich dir kochen?".
Bei mir siehts derzeit da eher kritisch aus, mein bester Freund hat mir zwar eine selbstgebastelte, aus irgendwelchen illegalen Substanzen hergestellte Tulpe versprochen - aber ganz im Ernst, ich würd mich momentan mehr über ne "I love Milka" in Nougat freuen. Aber aussichtslos.
Ich werde daher auch, wenn ich überraschend genesen sollte, jegliche Einkäufe vermeiden, da ich keine "I love you"-Bärchen und Herzchengirlanden und Herztassen und Herzwärmeflaschen sehen will. Ich find das absolut kitschig. Hässlich. Bah. Doch es stimmt einen dann wieder depressiv. Ja, das Leben als Singlemädchen ist nicht mehr so einfach, wenn man auf die zwanzig zugeht.

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