Ein Blog über das Leben. Wie es ist, wie es war, wie es sein sollte. So subjektiv, dass es wieder objektiv ist. Eine einzige Lüge, die doch die Wahrheit ist. Zwischen den verrücktesten Teesorten und den lieblosesten Orten.


„Beim Schreiben ist es wie bei der Prostitution. Zuerst macht man es aus Liebe, dann für ein paar Freunde und schließlich für Geld.“
Jean-Baptiste Poquelin

Dienstag, 29. März 2011

Ice, Ice, Baby.

Man braucht nicht viel zum leben. Aber einen Kühlschrank sollte man haben. Ich hatte einen. Aber dann - aus die Maus, kaputt. Und das war im November. Monatelang habe ich dann ohne Kühlschrank gelebt, bis Sonntag. Drei Jahre alt, Bosch, Energiesparzeugs, 80 Euro. Ein echtes Schnäppchen. Aber was hab ich in der Zwischenzeit, zwischen November bis März gemacht? Erfinderisch muss man sein. Eine Aldi-Papkarton auf dem Balkon war mein Kühlschrank und ich sag euch - eisige Zeiten waren das. Mal war mein Käse halb angefroren, mal schimmelte alles doch unnatürlich schnell. Aber man wird auch dann erfinderisch. Passend und nix auf Vorrat einkaufen, frische Sachen sofort verwenden, ein Leben ohne Tiefkühlprodukte - und nun ist der Frühling da, mein Balkon verwandelt sich in eine Sonnenoase und mein Käse - naja, ich will gar nicht weiter drauf eingehen! Und daher besitze ich jetzt wieder einen Kühlschrank, der mitten in meiner Wohnung steht und herrlich vor sich hin summt. Nur einen Namen braucht der Kleine noch? Jemand nen Vorschlag? Vielleicht Frosty?

Donnerstag, 24. März 2011

Die Sache mit der Schönheit.

Wie sagte der kleine Prinz einst?
"On ne voit bien qu'avec le coeur. L'essentiel est invisible pour les yeux.".
Für alle, die der französischen Sprache nicht mächtig sind oder wegen ihr, so wie ich, sogar ihr ganzes Abi geschmissen haben:
"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

Das fiel mit heute in unserem "Pädagogische Kunsttherapie"-Seminar ein. Es ging um Schönheit. Was ist Schönheit? Ist Schönheit individuell, oder gesellschaftlich?
Und weil wir da bitte drüber nachdenken sollen, mach ich es hier, denn dann hab ich es auch wirklich getan.


Mein Begriff von Schönheit ist, dass es darum geht, welche Emotion es im Einzelnen auslöst. Durch bestimmte Erfahrungen sind wir in unserem ästhetischen Empfinden geprägt und würden dann halt sagen: "Das ist schön" und "Das ist nicht schön". Dazu passt dann auch die Sache mit der kleinen Geschichte unseres Dozentin:

"Wenn man alle Menschen dieser Welt bitten würden, den hässlichsten Gegenstand, den sie besitzen, an einen bestimmten Ort zu bringen, so dass ein Berg von lauter Hässlichkeiten entstehen würden. Dann würde man die Menschen bitten, dort hinzugehen und sich den schönsten Gegenstand von allen auszusuchen und mit nach Haus zu nehmen. Am Ende wäre da kein Berg mehr, alle Dinge hätten einen neuen Bestitzer gefunden."

Dem entgegen werf ich nur mal so ein paar Schlagwörter:
Mode! Design! Magerwahn! Topmodels! Essstörungen! Size Zero! Schönheitsoperationen!
Insgeheim stehen wir da alle drauf.

Es gibt also schöne Sachen. Und weniger schöne. Und beschissene. Ästhetikempfindung ist gesellschaftlich bedingt.

Aber, um wieder auf meine Wunschlösung, der Mensch ist frei und individuell zurück zu kommen:
In irgendeinem Büchlein stand mal "Nicht die Schönheit entscheidet, wen wir Lieben. Sondern die Liebe entscheidet, wen wir schön finden." Jaaa. Es dauert nicht mehr lange und die Sülze aus dem Krimskramskästchen tropft durch eure Pc-Lautsprecher.



Also, hier ist mein sehr hässliches Schmier- und Thesenblatt. Also. Die Diskussion ist hiermit unten in den Kommentaren eröffnet. Und ich hoffe, ihr lasst mich hier nicht hängen.

Ist Schönheit individuell, oder gesellschaftlich?

Dienstag, 22. März 2011

Kreatives Schreiben I.



Schreiben

Die                             Zeit

Für                               jeden                         Gedanken

Ihn                                      zu                                 Ende                        bringen

Freiheit.





Anm.: Ich besuche seit heute ein Seminar in der Uni namens "Kreatives schreiben". Meine Ergebnisse werde ich wöchentlich posten. Zu Anfang sollten wir heute ein Elfchen, ein Gedicht aus elf Wörtern in einer bestimmten Form, verfassen zum Thema "Schreiben".

Montag, 21. März 2011

Lieber die kleinen Glücks sammeln,...

..., als auf das ganz Große warten.

Die Frühlingsjacke rauskramen und darin ein 2-Eurostück finden. Frisch gepresster Orangensaft mit Vanilleeis und Heidelbeersauce. Sonnenstrahlen einfangen. Im Hörsaal einen Sitzplatz bekommen. Am neuen Handy die Tastensperre entdecken. Klitzekleine Babysöckchen. Freundinnen wiedersehen. Sonnenschein beim Aufwachen. Frühstück im Bett. Eine große Tasse Milchkaffee. Vertrauen. Einen Vogelkäfig kaufen. Umarmungen. Gelbe Tulpen. Bunte Postkarten. Lachen. Pünktlich in der Uni sein. Blumenläden. Ausfallende Nachmittagsvorlesungen. Kinder im Kinderwagen. Blauer Himmel. Stadtlärm. Ruckzucktortellinis mit Tomatensauce. Frühlingsgefühle. Zigarettentelefonat mit der Besten. Schöne Musik. Wohnung nass wischen. Auf dem Bett faulenzen.

"Es war noch nie so, es war noch nie so, es war nie so schön"


Emma6 -- Paradiso - MyVideo

Samstag, 19. März 2011

Mit dem Leben ist es wie mit dem Fahrrad fahren, ...

..., bevor es von ganz alleine geht, scheint es doch am allerschwersten.

Ich hab die Augen zugemacht und kräftig in die Pedale getreten und hab mich, auch wenns schwer war, einen ziemlich steilen Berg hinauf gekämpft. Und jetzt steh ich da oben und schau zurück. Wirklich steil. Aber gut. Ich hab das geschafft. Und vor mir ist Weite. Ganz viel Raum. Durchatmen. Und genießen.

Sonntag, 13. März 2011

Der kleine Tod.

Übelkeit. Irgendwo da drinnen. Ich bekomme kaum Luft. Meine Schultern fühlen sich so an, als würden sie vibrieren. Mein ganzes Gesicht ist angespannt. Meine Lippen fühlen sich so aufgedunsen an. So viel zu groß.  Mein Herz schlägt. Mal viel zu schnell, mal denk ich, es schlägt gar nicht mehr. Gedankenfetzen. Ein metallischer Geschmack. So als hätte man lange ein Fieberthermometer im Mund gehabt. Die Knie zittern. Gedankenfetzen. Ich bekomm keine Luft mehr. Irgendwas muss in meinem Hals stecken. Bauchschmerzen. Mir wird wieder schlecht. Alles ist so schummrig. Ich fühl nur meinen Körper, der Dinge tut, die ganz seltsam sind. Vibration überall. Meine Arme gehören irgendwie nicht mehr zu meinem Körper. Ich schwitze. Gedankenfetzen. Meine Beine sind so schwer. Mir wird wieder schlecht. Mein Puls rast. Mein Kiefer ist so seltsam. Wie gummi. Ich schnappe nach Luft. Meine Hände sind nass. Irgendwas sitzt da in mir drin, was raus will. Ich versuch es rauszuholen. Rauszuweinen. Geht nicht. Keine Tränen. Trockene Augen, das tut fast weh. Dieser Druck auf den Armen. Mir wird schlecht. Gedankenfetzen. Angst. Nicht aufhören zu atmen. Nicht aufhören.Pure Angst. Ich habe Angst. Gedankenfetzen. Dass etwas passiert, was ich nicht will.

Verzweiflung macht sich breit. Mal wieder.

Meine lieben Blogleser, ihr müsst auch denken: "Was ist die Miri nur für ne Meckerziege? Heult nur rum. Motzt nur rum. Beschwert sich am laufenden Band. Mecker. Mecker. Mecker.". Ha! Das stimmt aber gar nicht. Ich bin eigentlich doch ein recht fideles, lustiges Wesen, was gerne und viel lacht und.... Ach, scheiß drauf. Ich bin zu einer Pessimisten gesehen. Ist ja auch ganz egal. Das hier ist ja mein Blog und somit darf ich hier motzen und flennen und ganz unausstehlich sein.

Ich bin das Wochenende über krank geschrieben, da ich so fies krank bin und mir wohl an irgendeiner Straßenecke (oder wohl eher Bewohnerzimmer) einen kleinen, frechen, gemeinen Virus gefangen hab. Das Problem an der Sache ist: Morgen fängt die Uni wieder an. Und ein 45-minütiger Vortrag steht für mich an. Mein Thema bringt mich fast zur Verzweiflung. Nicht fast. Mein Thema bringt mich um. "Die Waldorfpädagogik und das Kind mit Behinderung." Ich glaub, wenn ich da morgen irgendwas faseln werde von: "Bildung ist für Kinder mit Behinderung laut Rudolf Steiner sehr wichtig, da die Waldorfpädagogik von der Wiedergeburt ausgeht, und das Kind so im nächsten Leben einen Nachteil hat, weil man sich an das vorherig Gelernte ja erinnert.." werden meine Zuhörer vor lachen von den Stühlen fallen. Besonders wenn man bedenkt, dass ich auf Grund des gemeinen Viruses fiese Halsschmerzen habe, Heiserkeit und eine verstopfte Nase und daher eher fiepse, statt fasele und mein Gesicht auch irgendwie äußerst seltsam momentan aussieht. Das wird ne Lachrunde.

Ich werd mich mal ein Stündchen hinlegen. Schönheitsschlaf. Haha.

Mittwoch, 9. März 2011

Schnupf, Schnupf, Schnupf.

Das Jahr ist gut 2 1/2 Monate alt und mich plagt die dritte Erkältung! Im Januar war es fiebrig, und schmerzend. Im Febuar war alles. Im März plagt mich eine fiese Schnupfnase, übler Husten und gemeines Halskrächzen. Vermischt mit einem leichten Kater, heute ist ja Aschermittwoch, und wie sich das für ein Mädchen vom Dorf gehört, war ich noch bis 12 Uhr auf dem Festzelt, bietet sich nach einem Tagesdienst ja auch an.
Ja. Und nun lieg ich hier im Bett, ausnahmsweise mal zu Hause und es gibt auch noch so viel zu tun, aber ich bin so lustlos.

Ich muss zur Bank, ich muss zum Copyshop, ja ich muss sogar Klamotten kaufen, und ich spreche da heute wirklich von müssen, was einem ja wirklich beweisen sollte, wie krank ich bin. Aufschieben gilt auch nicht, weil die Uni ne dicke Präsentation am Montag haben will. Son Mist.



Da ich jetzt alle deutschen How-I-met-your-Mother-Staffeln durch hab, hab ich mich daher was ums Krimskramskästchen gekümmert. Es gibt jetzt ne eigene Facebook-Seite, wo meine Leser sich öffentlich bekennen können.
Der Link lautet... moment... einfach hier drauf klicken.
Über ein "Gefällt mir" jeglicher Art freut man sich.
Und ich hab mich ein wenig auf anderen Blogs umgeschaut und auch etwas Eigenwerbung betrieben. Ja. Das wars vorläufig. Ihr seht, ich gebe mein Schätzchen nicht auf.

Zudem wird es auf dem Krimskramskästchen vorläufig weiterhin keine Fotos geben, es sei denn, ich mach ne große Ausnahme. In einer Welt voller visueller Reize will ich da mal drauf verzichten. Und den Leuten, die meine Texte nur mit Bildern verstehen würden, empfehle ich meinen Lektüreschlüssel "Das Krimskramskästchen". Jetzt haben wir an Aschermittwoch noch mal alle auf die Schenkel geklopft.

Alaaf. Nee. Tschüsschen!

Montag, 7. März 2011

Ein Brief.

Es war schon immer so, dass ich mich beim Schreiben viel besser ausdrücken kann, als beim reden. Darum schreib ich dir einen Brief. Ich geb ihn dir nicht, dazu sind nicht die passenden Gegebenheiten da. Ich schreib ihn und steck ihn in mein Krimskramskästchen, weil ich dann irgendwann, wenn wir ganz alt und runzlig sind und uns ein Zimmer in unserem eigenen Altenheim teilen, dir diesen Brief zeigen kann. Und ich hoffe sehr, dass wir lachen werden. Aber noch mehr hoffe ich, dass wir uns auch ein Zimmer teilen, egal in welchem Heim.
Ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Ja. Die frühe Kindheit. Ich brauche keine entwicklungspsychologischen Theorien aufzufahren. Du weißt mein Problem jetzt. Ich sabortiere Beziehungen. Unterbewusst. Und nein, ich bin kein intrigantes Miststück. Ich sabortiere die Beziehungen, die meine eigenen sind und die mir viel bedeuten. Ich sabortiere sie in dem Moment, wo alles am schönsten ist. Nicht nur am schönsten scheint. Wirklich am schönsten ist. Irgendwelche Hormone setzt mein Gehirn dann frei und dann gehts so schnell. Ich beleidige, beschuldige, weine. Und zerstöre. Suche die Suppe im Haar. Obwohl du doch die Nadel im Heuhaufen bist. Für mich. Warst. Bist. Wirst. Ich weiß es ja selbst nicht. Ich mache das auf so eine seltsame Art. Nur weil ich ein Problem habe, mir selbst einzugestehen, dass ich jemandem mehr vertrauen kann als mir selbst. Und wenn ich mir das eingestehe, passiert das Unabwindbare. Ich male mir in den dunkelsten Farben aus, was passiert, wenn dieses Vertrauen nicht mehr da ist. Und du weg bist. Und ich allein. Und der Heuhaufen zum Scherbenhaufen wird. Und dann beginnt es mir leid zu tun. Und ich entschuldige mich.
Und du reagierst nicht. Du weißt, dass es am besten ist, mir an diesen Tagen aus den Weg zu gehen und du weißt wie sehr ich dabei leide, aber auch wie wichtig das für mich ist. Damit ich wieder auf der Erde ankomme. Wenn ich festen Boden unter den Füßen spüre, bist du auch wieder da. Weil dann brauch ich dein Lachen, um auch sicher stehen zu können. Wie gut du mich kennst.
Das macht mir Angst, aber mehr macht es mich glücklich. Du bist gerade sehr sauer auf mich und lässt mich schmoren, nur ich weiß, wenn du irgendwann noch mal auf die vergangenen Tage anspielst, dann mit einem verschmitzten Grinsen. So wie immer. Ich hoffe es zumindest.

Dienstag, 1. März 2011

Weltbloggerkrise.

Ich weiß nicht, was momentan los ist. Aber wo man klickt und liest - überall werden Blogs geschlossen, umstrukturiert oder man liest Entschuldigungen. Stress im Job, Neue Liebe, Die Zeit rennt. Und ich bin da keinen Deut besser, obwohl mein Blog doch noch so in den Anfangsschühchen steckt. Und da ich die Zukunft meines Blogs liebend gerne mit meinen Lesern, die wie ich nun gesehen habe, sogar aus Wien stammen, teilen möchte - hier sind die ganz subjektiven Gründe, die ich mir zusammenreime, warum die BlogsSphäre sich momentan in so einer Krise befindet.

1) Frühjahrsmüdigkeit
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
"Unter der Frühjahrsmüdigkeit versteht man eine verringerte Leistungsbereitschaft und Mattigkeit, die viele Menschen im Frühling erleben. Es handelt sich hierbei nicht um eine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern um eine durch den Jahreszeitenwechsel hervorgerufene Erscheinung."

2) Blogs werden zu Geld
Ich persönlich verdien keinen Cent durch mein lächerliches Gekritzel, andere Leute schon. Projekte und co kosten Zeit und Energie und man verliert ganz schnell seine Wurzeln aus den Augen.

3) Privatleben
Manchmal passt das Leben nicht so zum Blog. Jemand, der über Mode bloggt und auf einmal überall rote Herzchen sieht - schwierige Angelegenheit. Da ich ja ausschließlich über mein kümmerliches Privatleben schreibe, kann mir ja sowas nicht passieren

4) Zeit
Die Zeit läuft. Und da muss ich sagen, auch bei mir.



Schließen wir mal ein Resümee: Von vier Gründen treffen nur zwei auf mich und das Krimskramskästchen zu. Ich befinde mich also in einer Fiftyfity-Situation.