Ein Blog über das Leben. Wie es ist, wie es war, wie es sein sollte. So subjektiv, dass es wieder objektiv ist. Eine einzige Lüge, die doch die Wahrheit ist. Zwischen den verrücktesten Teesorten und den lieblosesten Orten.


„Beim Schreiben ist es wie bei der Prostitution. Zuerst macht man es aus Liebe, dann für ein paar Freunde und schließlich für Geld.“
Jean-Baptiste Poquelin

Mittwoch, 6. April 2011

Kreatives Schreiben II 2/3: Hora Cero

Die Angst ist ein seltsames Gefühl. Wenn es dunkel wird, schleicht sie herum. Schaudern. Magenschmerzen. Ekel. Und doch so bittersüß und herrlich. Die Angst ist ein Rummelplatz. Eine Geisterbahn. Eine Freakshow. Du zitterst, du fürchtest um dein Leben und doch fasziniert sie dich, sie umgarnt dich mit ihrem Duft. Blut und Zuckerwatte. Genieß jeden Moment. Adrenalin fließt durch deinen Körper wie grünes Gift, wie eine Droge, du verfällst in Wahnvorstellungen. Oder Hoffnung. Das weißt du nicht. Die Angst umarmt dich wie eine Geliebte. Denn du lebst.

Dienstag, 5. April 2011

Kreatives Schreiben II. Part 1/3 - Laufen.

Laufen, rennen, nicht stehen bleiben. Lauf! Lauf! Lauf! Schau dich nicht um! Lauf! Lauf! Schau nicht nach rechts. Lauf! Lauf! Schau nicht nach links. Stop. Will ich das? Schneller als die Zeit sein, die von Tag zu Tag schneller wird? Jede Sekunde wird kürzer. Jede Stunde gleicht einer Sekunde. Aber ich muss doch laufen, das Leben wartet nicht auf mich. Ganz genervt steht es da, mit dem Blick nervös auf die Uhr. Jede Sekunde wird kürzer. Jede Stunde gleicht einer Sekunde. Ich laufe, lauf mich in einen Rausch, es gibt kein links, kein rechts, erst noch verschwommene Gestalten. Aber wie ein tüchtiges Rennpferd trag ich Scheuklappen. Schneller, schneller. Ich fang an zu schwitzen, zu keuchen. Ich kann nicht mehr. Ich bleib stehen. Seitenstiche. Das Leben läuft weiter, nimmt keine Rücksicht, will gewinnen. Ich schaue zurück. In der Ferne kann ich mein Ich erkennen, wie es da steht, ganz ängstlich, mit geschlossenen Augen, es hält sich die Ohren zu. Ich muss zurück gehen, es abholen, mitnehmen, beschützen. Aber meine Beine tragen mich nicht mehr.




Wir waren heute im Seminar sehr fleißig und ich habe drei Texte geschrieben. Sie enstanden alle unter Einwirkung von Musik, ein sehr spannendes Experiment. Ich werd die Texte stückeln, da sie im Zusammenhang keinen Zusammenhang haben. Was habt ihr vor Emotionen bei diesem Lied?

Samstag, 2. April 2011

Legen,,,,moment, es kommt gleich... däär!

Ich will einen Mann, der mir zuhört. Der mir niedliche Kuscheltiere schenkt. Einen Mann, der mich, wenn ich mich schlafend stelle, auf die Stirn küsst. Der mit mir Händchen haltend durch die Innenstadt schlendert. Einen richtigen Jungen, der mich nach einem Streit am Telefon, wo ich wütend auflege, sofort zurückruft. Der mir sagt, wie hübsch meine neuen Schuhe sind. Die perfekte Darstellung dieses Mannes ist gelungen.

Meine Damen, ich präsentiere Ihnen: John Dorian!



Aber ab und zu mal einen richtigen Mann? Auch nicht schlecht. Der dir freche Sprüche reindrückt. Dessen ganzes Gedankengut auf Sex und Bier basiert. Der sich selbst für den Besten hält, und du auch ganz genau weißt, dass er die meisten Versprechen über sich auch durchaus hält - nur das eine nicht, nämlich dass er dich am nächsten Tag zurückruft. Die perfekte Darstellung dieses Mannes ist gelungen.


Meine Damen, ich präsentiere Ihnen: Barney Stinson!





So, meine Damen, jetzt seid ihr dran? Eher J.D. oder doch lieber Barney? Oder ist es die mehr oder weniger gesunde Mischung?