Ein Blog über das Leben. Wie es ist, wie es war, wie es sein sollte. So subjektiv, dass es wieder objektiv ist. Eine einzige Lüge, die doch die Wahrheit ist. Zwischen den verrücktesten Teesorten und den lieblosesten Orten.


„Beim Schreiben ist es wie bei der Prostitution. Zuerst macht man es aus Liebe, dann für ein paar Freunde und schließlich für Geld.“
Jean-Baptiste Poquelin

Freitag, 31. Dezember 2010

You are a firework.

Frohes Neues. Ich wünsch euch von ganzem Herzen ein wunderschönstes Jahr, mit einem ordentlichen Gefühlscrash. Wenn der auf sich warten lässt, sowas kann einem auch noch Silvester passieren. Ich sollte aufhören, so persönlich zu werden. Das wäre ein Vorsatz. Komisch. Bevor ich das Postingregister zog, wollte ich euch schreiben, dass mein Vorsatz ist, so zu bleiben wie ich bin. Feiert schön.

Dienstag, 28. Dezember 2010

Cogito ergo sum.

Eine ganz tolle Person hat am 1.1. Geburtstag und weil er sich am meisten drüber freut, hab ich ihm ein Bild gemalt. Richtig kreativ bin ich geworden.

Hier ist das Meisterwerk, und ich kann es getrost posten, da er meinen Blog zwar kennt, aber eh schon längst wieder vergessen hat:


Ich bin recht zufrieden damit, nur das Foto ist Müll, auf Grund meiner blöden Handykamera. Aber ich hab gehört, dass Fotos meinen Blog aufpolieren würden - und man soll ja seinen Lesern auch was bieten. Und ach ja, ich finde es beachtlich, dass ich mal wieder was lateinisches schreibe. Meine vorletzte Lateinklausur habe ich mit ner aalglatten 6 vollendet und die letzte, naja, da stand auf dem Bogen nur "Dabei sein ist alles". Heeey, ich war jung und zwei Freistunden waren ne ganze Menge.

"Cogito ergo sum" ist von dem Herrn Descartes, nem Philosphen, der aber nicht aus der Antike stammt. Eigentlich ist dieser Grundsatz im Orginal auf Fränzösisch. Aber da ich mit dieser Sprache noch viel größere Probleme hatte, hab ich mir das gleich gespart. Ach, was das heißt? Tja. Ich denke, also bin ich. Ist die Ansichtssache des Zubeschenkenden. Ich denk mir da eher, man sollte auch mal aufs Denken verzichten, denn sein ist nicht alles. Sein ist eher passiv. Und um mal richtig zu leben, sollte man mal das Denken übergehen. Und das reimt sich. Und schon der große Philosoph Pumuckel wusste: "Was sich reimt ist immer gut". Ich geh morgen ne neue Leinwand kaufen und mal das auch mal. Und hängs mir in die Küche.

Montag, 27. Dezember 2010

Die kleine Küchenfee und Silvester

Seit dem ich in meiner eigenen Wohnung wohne, habe ich etwas recht bemerkenswertes entdeckt. Hinter dem Herd bin ich eine kleine Göttin in einer pink-weiß gepunkteten Schürze. Und da meine Freunde doch diese kleine Begabung sehr genießen, wollte ich am Jahresabschlusstag mal richtig auftrumpfen. Wie meine Oma stundenlang in der Küche stehen. Aber ich weiß halt absolut nicht was ich kochen soll. Auf so traditionelles Essen wie Braten oder so hab ich keine Lust, weil ich das selbst nicht mag. Nudeln sind aber irgendwie uncool. Und Raclette - erstens hab ich keines, zweitens kann ich keins besorgen und drittens würde das ja auch nicht von meiner Kochkunst zeugen. Darum stürz ich mich jetzt in meine Kochbücher und in verschiedene Internetforen. Hat irgendjemand eine Idee?

SMS von gestern Nacht und das Leben als Rummelplatz.

Ja, ich schreibe nachts SMS.
Ja, ich schreibe nachts SMS, wenn ich nicht mehr klar bei Kopf bin.
Ja, meistens neige ich dabe, zu großen Metaphern.

Aber sowas ist mir noch nie passiert:

‎"(19:56) Ich bin der kleinste Rummelplatz der Welt. Meine Stimmung fährt Achterbahn, meine Gefühle Karussel, mein Hirn steckt in der Geisterbahn fest, min Herz foltert die Hüpfburg, mein Schwanz steht mit fettem Grinsen an der Schießbude und fragt, ob er nochmal darf, und alles weitere entscheidet sich an der Losbude. Super!"

Die super Homepage www.sms-von-gestern-nacht.de hat mir hiermit nun schon den Tag versüßt. Wie wahr, wie wahr.

Und nen richtig schlechten, passenden Song hab ich dazu auch in Petto. Kommt aber beim Autofahren immer geil. Besonders im Sommer. Den ich doch bitte nach Silvester erwarte.

Samstag, 25. Dezember 2010

Leise rieselt der Schnee.

Frohes Fest! Euch allen ganz tolle Weihnachten.


Ich bin daheim. Das kleine Kaff, in dem ich groß geworden bin, erstickt unter dieser wahnsinnigen Schneedecke. Strecken, für die ich normalerweise 5 Minütchen brauche, kosten mich eine halbe Stunde. Ich mag wie der Schnee so dick auf den Ästen liegt. Dass die anderen Autos so langsam fahren. Wenn morgens früh um halb sechs die Leute schon Schnee schöppen und ich nicht allein auf der Welt bin. Und überall ist diese dicke weiße Decke, die bei jedem Sonnenstrahl mit den schönsten Diamanten um die Wette glitzert. Den ganzen grauen Dreck sieht man nicht mehr. Selbst die Autobahn weckt romantische Gedanken. Der Schnee ist ein bisschen wie Weihnachten. Durch den ganzen Tumult wird die Wirklichkeit nicht mehr sichtbar. Wir versuchen, alles einfach zu übertuschen. Manche Leute mögen Weihnachten deswegen nicht. Scheinheiligkeit und so. Sollen sie doch. Manchmal ist es schön Dinge tot schweigen zu können, unsere Wut mit Freude zu überspielen, für ein paar Stunden zufrieden sein. Würden wir es immer machen, hätten wir irgendwann ne Depression. Machen wir es nur einen Monat im Jahr, können wir wenigstens erahnen, wie schön das Leben sein könnte.

In diesem Sinne, wünscht das Krimskramskaestchen euch weiße Weihnachten!

Euer Unschuldsengel Miri;)

Dienstag, 21. Dezember 2010

19-Jährige Studentin in der Kaiserstadt verschwunden.

Tja, diese oder ähnliche Schlagzeile hätte man wohl bald geschaltet. Und nein, das Krimskramskästchen ist nicht tot, wie man schon meinte. Mein PC wars. Aber wie jeder gute Schurke ist der von den Toten auferstanden und da sind wir wieder. Es tut mir wirklich leid. Aber so ein paar Wochen Abstinenz vom WorldWideWeb waren doch recht spannend. Gelebt hab ich in der Zwischenzeit. Und das nicht zu knapp. Ich werde niemals mehr vier Tage vor Weihnachten durch die Stadt rasen um Geschenke zu kaufen. Ich werde nie mehr bei Schneestürmen mit meinem alten rosa Fiesta über die Autobahn fahren. Kakao ohne Schuss kann auch willenlos machen. Man kann mit Rabattgutscheinen soviele Menschen glücklich machen. Ich sollte öfter durch meine Wohnung tanzen, aber die Vorhänge zuziehen. Das Stadtsinglefrauleben ist sau gefährlich und bringt mich in immer schlimmere Situationen. Ich hab einen neuen Rekord im Anziehen und Treppen runtersprinten aufgestellt. Das Studentenleben hat mich voll im Griff. Und ich studier zwar Soziale Arbeit, aber irgendwo hörts auch bei mir auf. Ihr merkt, das Leben hat mich in den letzten Wochen hart erwischt. Ich habs genossen. Und jetzt werd ich so viel posten, bis mir die Finger bluten, um das Kästchen wieder voll zu kriegen.

Und aus gegebenen Anlass, werde ich zu diesem Lied übers Pakett hüpfen und an meinen sehr hübschen Nachbarn denken, der mich und meinen Fifi eben den Teufelsberg vor unserer Platte hochschieben wollte.

Montag, 6. Dezember 2010

Über Abschied.

6.
Dieser Post ist zwar im Adventskalender. Aber er gehört einem Menschen. Einem Menschen, der sich gerade am anderen Ende der Welt befindet. Sie ist weg, weg, und ich bin wieder allein, allein. Du hast dich so darauf gefreut und doch war der Abschied so, als würde etwas bevorstehen, was keiner will. Freundschaft bedeutet, dass man den anderen nie mehr gehen lassen möchte. Wahre Freundschaftet bedeutet loslassen. Ich lass dich ziehen, mit dem Wissen, dass du zurück kommst. Ich lass dich Erfahrungen sammeln, neue Freundschaften finden, deinen Horizont erweitern. Ich lass dich gehen, weil ich weiß, dass wir es danach wieder gemeinsam tun. Wir haben beide Angst uns zu verändern, aber wir sollten uns darüber freuen, uns weiter zuentwickeln. Wir haben Angst uns auf der Straße nicht mehr wiederzuerkennen. Aber unser Lachen wird das gleiche bleiben. Mach es gut. Ich weiß, du wirst es besser machen, als ich es vermuten kann. Ich glaub an dich.


Sonntag, 5. Dezember 2010

Unzuverlässigkeit und dummes Gerede aus mangelnden Zeitgründen.

Heute gibts zwei Türchen aufeinmal, warum erkläre ich im folgenden

4.
Nicht ich bin unzuverlässig, weil ich gestern nichts geschrieben habe. Mein Auto ist es. Mein heißgeliebter rosaner Fiesta verträgt die Kälte nicht - Batterie kaputt!

5.
Ich bin grad am Pc meiner Schwester, die gerade Bügelperlen entdeckt. Durch unsere niederländische Wurzeln war nämlich heute der Sinter Klaas da und hat mir neues Besteck und eine Wimperntusche gebracht. Leider bin ich ein bisschen im Stress, im Türchen ist ein Musikvideo versteckt. Entschuldigt mich. Dafür ist es ein ganz typisches Miri-fährt-auf-Trashpop-ab-Video! Yeah

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Geborgenheit.

3.
Heute gibt es etwas aus fremder Feder. Ein wundervolles Zitat aus einem wundervollen Buch einer wundervollen Autorin. Ildiko von Kürthy schreibt Geschichten, in denen sich jede Frau irgendwo so sehr wiederfindet, dass sie aus dem Nachdenken nicht raus kommt, und in dem jeder Mann oder die Spezies, die sich dazu zählt, einen Einblick in die Gedanken einer Frau bekommt. Ganz unverschämt und unzensiert - aber wahrheitsgetreuer als manche Dailysoap oder Sitcom.

"Was für ein schönes Gefühl:  
Du schließt leise, um ihn nicht zu wecken, die Haustür auf.
Schleichst auf Seidenstrümpfen ins Bad
zum Zähneputzen und Abschminken.
Deine Haare, dein Kleid riechen nach Zigarettenrauch,
du hast Wein getrunken, hast ein wenig geflirtet
und zusammen mit deiner besten Freundin so getan,
als wärt ihr siebzehn, unstillbar neugierig auf fremde Küsse.
Hast blonde Männer etwas länger angesehen als nötig
und gekichert wie ein Teenager,
weil sie dir einen Drink ausgegeben haben.
Du hast ein Spiel gespielt, das du nicht verlieren konntest,
hast so getan, als seist du auf der Suche,
obwohl du deinen Schatz längst gefunden hast.
Hast Männern zweideutige Lächeln geschenkt.
Hast viele beeindruckt, weil du niemanden beeindrucken musstest.
Und dann kommst du nach Hause,
an einem späten Abend, an dem vieles möglich gewesen wäre,
ziehst deinen Schlafanzug an, der nach Lenor riecht.
Gehst barfuß leise ins Schlafzimmer.
Kriechst unter deine Bettdecke.
Er hat sie für dich aufgeschüttelt.
Und dann hältst du den Atem an,
um seinen Atem zu hören.
Seinen Schlaf-Atem. Regelmäßig und tief.
Hin und wieder mit einer sanften Schnarchbeimischung,
die um diese Zeit dein Herz so rührt,
dass dir Tränen in die Augen steigen im dunklen Zimmer.
Und dann raschelst du laut mit der Bettdecke,
hustest ein bisschen,
und schiebst deinen Fuß rüber auf seine Seite,
um ihn heftig, aber gerade noch sanft genug gegen die Wade zu treten,
um nachher behaupten zu können,
du hättest dich lediglich im Schlaf bewegt.
Weil, wenn er dann halbwegs aufwacht,
geschieht das Wunderbare:
Dann tastet er nach dir, zieht dich an sich,
auf seine Seite, in seine Arme,
an seine Brust, die der schönste Ort der Welt ist,
grunzt irgendetwas Unverständliches,
was nichts zur Sache tut,
aber sehr, sehr freundlich klingt,
und legt seine Wange in die kleine, stets warme,
stets duftende Vertiefung zwischen
deinem Hals und deiner Schulter
und schläft wieder ein.
Und du fühlst dich zu Hause
und geborgen vor allem Übel,
getröstet von allem Kummer,
befreit von allen Sorgen.
Es gibt nichts Besseres als Liebe. Das ist so."

(Auszug aus Ildiko von Kürty "Herzsprung", erschienen im Wunderlichverlag)

Anm.: Ich besitze natürlich keinerlei Urheberrechte an diesem Auszug.

Dieses wundervolle Lied habe ich gestern auf dem Blog von "We are dreamdancer" gefunden. Ein bisschen Gänsehaut für den 3. Dezember. Kuschelt euch tief in eure Decken und macht euch nen Tee, das kann besser sein, als die wildeste Partynacht.

Von Vorfreuden und bitteren Enttäuschungen.

2. 
Weihnachtszeit. Vorfreude liegt in der Luft. Und zwar mit so einer hohen Konzentration, dass man die Luft schon in Stücke schneiden kann. Dick und aufgebläht wabbert sie wie ein tief grauer Nebel über unsere Straßen, Fußgängerzonen, Autobahnen. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Aber auch wenn wir noch ganz am Anfang der wohl gefühlsduseligsten Zeit des Jahres sind, beschäftige ich mich mit der Frage, was kommt nach der Vorfreude? Im Fall A die Freude. Man freut sich wie ein Schneemann. Alles super, alles nice. Im Fall B die Enttäuschung. Und die kann oft so wehtun, dass man sich einbildet, sich nie mehr freuen oder vorfreuen zu können.Da sitzen wir also mit unserer Enttäuschung im Arm. Enttäuschung ist ein Zustand, in dem wir alle negativen Gefühle nochmal so richtig spüren können. Trauer, Wut, manchmal auch Angst. Aber Enttäuschungen haben auch ihre schönen Seiten. Nichts stärkt unsere Hoffnung, dass alles wieder gut wird, mehr als eine bittere Enttäuschung. Es kann ja schließlich nicht mehr schlimmer kommen. Egal was passiert, es wird besser. Manchmal ist unsere Hoffnung dann auch wieder so groß, dass daraus eine Vorfreude entspringt. Huch. Ist das hier etwa ein Kreislauf? Aus Vorfreude folgt Enttäuschung daraus wiederum Hoffnung daraus wiederum Vorfreude? Wäre das Leben so gestrickt, wäre das eine bittere Enttäuschung. Aber wir können ja noch Hoffnung haben...

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Adventskalender.

Alle schon n Türchen oder n Päckchen oder n Säckchen oder n Schächtelchen geöffnet?
Nicht? Für alle, die dieses Jahr keinen Adventskalender haben oder denen einer nicht reicht, die dürfen ab jetzt jeden Tag ein Kästchen öffnen. Nämlich das "Krimskramskästchen" in ihrem Browser! Ich hab mir fest vorgenommen, jeden Tag einen besonders liebevollen Post zu schreiben. Vielleicht gibts manchmal auch nur nen schönen Text, den ich grad finde, oder ein Lied oder einen Denkanstoss, aber alles mit ganz viel Liebe!

1.

Von Türen.

Ich habe eben das erste Türchen meines Kalenders geöffnet und mir das Stückchen Schokolade ganz unverschämt in den Mund gesteckt. Ich mag diese Weihnachtsschokolade besonders gerne. Die hat zwar nicht grad den höchsten Kakaoanteil, ist nicht superbio, aber sie schmeckt nach Kindheit. Ich hab das Türchen offen gelassen, da kann man das Motiv dahinter auch sehen. Im Leben ist das nicht immer so. Türen haben die Angewohnheit, sich schneller wieder zu schließen, als wir sie aufbekommen haben. Manche Türen bleiben uns immer verschlossen. Manche Türen sind für uns aber auch immer offen. Manche Türen sind erst dann offen, wenn andere sich geschlossen haben. Ist auch manchmal bei Menschen und ihren Herzen so.  Das sind auch irgendwie Türen. Türen mit Fensterglas. Unser ganzer Weihnachtskram wird nur zelebriert, weil irgendjemand einem Paar die Tür nicht geöffnet hat.Wir wandern durch so viele Räume mit sovielen Türen. Immer müssen wir neue öffnen. Manchmal habe ich da keine Lust zu. Manchmal möchte ich mich für keine Tür entscheiden, weil ich eh hinter allen einen Zonk und keinen Traumwagen erwarte. Manchmal möche ich keine Türen öffnen, weil ich mich grad in dem Raum so wohl fühle. Manchmal hämmer und klopfe ich solange an einer Türe, schreie, trete dagegen, nur es tut sich nichts. Irgendwann finde ich mich damit ab, und will einfach in dem Raum bleiben, gar nichts anderes probieren. Dann geht doch mit geheimnisvollem Knarzen eine andere Tür auf. Manchmal mach ich auch Türen auf. Manchmal hör ich das Gehämmer und Geschreie dahinter. Manchmal die freudigen Schritte, die auf die Tür zulaufen. Ich sollte öfters Türen für andere öffnen. Vielleicht öffnen sie mir auch mal eine.

Montag, 29. November 2010

Wo das Radio nur Lieder spielt die nach ihr klingen. Über die Musik und mich.

Es gibt Leute, die hören immer Musik. Egal was. In Geschäften läuft permanent das Radio. Manche kochen zu ihrer Windows-Media-Playlist. Oder bügeln. Ich dusche zur Musik, um unter der Dusche tanzen zu können. Hauptsache irgendwas kreischt im Hintergrund. Ist ja gesellig. Bei mir ist das eigentlich anders. Ich hab keine Playlist. Ich hör Musik nicht einfach so. Musik muss mich bewegen. Musik muss nach Gefühlen klingen, nach Menschen, die ich liebe, nach Situationen. Sie muss mich runterbringen, motivieren, mich zum lachen, tanzen, schreien, heulen bringen. In mir Erinnerungen wachrufen, neue Erkenntnisse zeigen, mir Spaß machen, mir den Kopf frei machen für das Wesentliche. Ich mag keine Alben, das einzelne Lied im richtigen Moment zählt. Ich mag kein besonderes Genre, ich mag nur das einzelne Lied rausgerissen aus seinem ganzen Umfeld. Und da kann das Schlimmste bei raus kommen. Darum sagen viele, mein Musikgeschmack ist grausig. Das ist falsch. Ich hab einfach keinen Musikgeschmack, da kann gar nix grausig sein. Ich orientiere mich nicht an Genren. Ich esse ja auch von einer Torte nicht nur die Marzipanschicht, dann weiß ich doch gar nicht, wie mir der Boden schmeckt. Vielleicht reagier ich ja auf den allergisch, vielleicht aber ist er ein ganz neuer oraler Orgasmus. Ein Lied muss mich bewegen oder mich zum bewegen bringen. Dann höre ich das Lied in der Endlosschleife.

Freitag, 26. November 2010

I'm driving home for erstes Adventswochenende.

Gestern hats geschneit in der Kaiserstadt. Und ich bin dick eingepackt durch den kleinen Schneesturm gehüpft.
Sogar mein Auto hat jetzt ein weißes Mützchen an. Ich brauch ne Christmasrockcd. Wenn es gleich nach Heim geht, läuft in meinem Kopf "And I'm driving home for chrismas!"

Ein schönes erstes Adventswochenende, nächste Woche fängt das "normale" Studentenleben wieder an.
Ihr lest mich Montag wieder! Bis dann.

P.S.: Wer hat schon nen Adventskranz? Und.. was für einen?

Donnerstag, 25. November 2010

Rotkäppchentraum.

via 3 suisses

Dieses Mäntelchen im knalligen Rot. Soll ich, oder soll ich nicht?


Von strahlenden Kinderaugen.

Ich mochte Kinder nicht. Ich fand sie knösig, laut und anstengend. Dann musste ich mit ihnen arbeiten. Und ich begann, sie mehr als alles andere zu lieben.

Gestern auf dem Weihnachtsmarkt: Ich fühl mich wie ein kleines Mädchen. Ich staune, schaue, betrachte, fühle. Das Glitzern des Christbaumschmucks und der Glanz der Edelsteine färbt auf meine Augen ab. Wie herrlich schön das Leben doch ist. Kälte streift durch den Mantel. Ich knöpf den obersten Knopf zu. Wärm mich an meinem Schokopunsch. Es nieselt. Egal. Meine Füße stecken ja trocken und warm in meinen heißgeliebten Stiefelchen. Um mich rum sind Pärchen, Freunde, Menschen. Keiner schaut grade unglücklich aus. Die Sorgen haben sie wie ihre Hände tief in die Manteltaschen vergraben. Die kommen heute Abend nicht zum Vorschein. Stofftiere. Ich imitiere ein paar Tiergeräusche. Am liebsten würde ich die ganzen Tierchen raus aus der Kälte mit in mein warmes Bett nehmen. Ich spür den Glühwein. Ein paar Leute lachen mit mir. Schön. Da strahle ich noch mehr. Eine Geruchslawine überollt mich: Krakauer, Glühwein, gebrannte Mandeln, Maronis. Ich erinner mich an den Maronimann und sein Öfchen. Wie ich im Kindergarten mit den Kindern das Buch gelesen habe. Ich muss noch mehr lächeln. Schön, so ein Ort voller Kindheit. Voller Fröhlichkeit, Unbeschwertheit, Seligkeit. Das wird eine schöne Vorweihnachtszeit.

Dienstag, 23. November 2010

Novembernebel.

Ich mag den November mit all seinen Launen. Wenn ich zum Frühdienst fahre und meine Scheiben beschlagen sind. Wenn es so früh dunkel wird und man sich dann schön ins Bett kuscheln kann. Wenn die Geschäfte umdekoriert werden und überall Lichter sind. Wenn man auf dem Weihnachtsmarkt den ersten Kakao mit Amaretto schlürft und gebrannte Mandeln nascht. Wenn über allem ein grauer, dicker Nebelschwall liegt und ich meine Mütze anziehen darf.Wenn man bei einem schlechten Tag alles auf eine unvermeidliche Winterdepression schieben darf. Wenn man den ganzen Tag die Jogginghose anlassen kann. Wenn man literweise leckeren Tee trinkt. Wenn die ersten Weihnachtspopsongs im Radio schmettern. Wenn die Wohnung im warmen Kerzenlicht so kuschelig wird. Wenn Schneeflocken einen leichten Flaum über das Balkongeländer rieseln. Wenn man wieder kreativ wird. Wenn man sich über kleine Geschenke gedanken macht. Wenn man die schlimmsten Tage im Jahr verplant. Ich mag den November. Mit all seinen Launen. Wie die Ruhe vor dem Sturm.


Wenn man auch mal ganz traurige Lieder hören darf. Wenn man dann dazu auch mal ein paar Tränen vergießen darf. Einfach so. Ich habe leider kein orginales Video der Band Juli gefunden, aber es geht ja um die Musik.

Irgendwann im November - MyVideo

Mittwoch, 17. November 2010

Horny Corny, Baby! Über den größten Glückspilz in der Kaiserstadt.

Ich lebe noch. Die letzte Woche war sehr schrecklich, fürchterlich und überhaupt ganz grauenvoll... aber ich bin zurück und voller Themen.

Mein Internet hat auch den Geist aufgegeben. Daher sitze ich in einer netten WG und muss (mal wieder) über den allerliebsten Mitbewohner meiner Freundin schmunzeln.
Corny ist wirklich ein sehr liebenswürdiger Mensch. Und er füllt auch gerne die Gewürzkarusselle anderer Mitbewohner mit seinen eigenen anderen Gewürzen. Und er isst so seltsame Dinge. Und betrinkt sich ständig. Aber Corny ist auch ein kleiner Glückspilz. Heute hat er sich beim Tatort als Komparse beworben. Und mal wieder Konzertkarten gewonnen. Nach der Kellyfamily ist auch mal was nettes dabei, Karten für Casper. Morgen. Köln. Ausverkauft. Corny kennt Casper leider nicht. Aber ich. Nur ich kann morgen nicht. Und daher muss jetzt ein Youtube-Clip reichen - und der kurze Text auch. Meine liebe Freundin ist ein wenig genervt, dass ich hier tippe. Und der Corny steht morgen früh auf - er hat nämlich eine Lerngruppe. Nebenberuflich ist er nämlich Medizinstudent.

Leider wird aus dem Casper-Clip nichts, der Corny hat nämlich beim Spülen einen Musikwunsch geäußerst!
Und "Das Krimskramskästchen" erfüllt jeden Musikwunsch!

n

Dienstag, 9. November 2010

So take me as I am - This may mean you'll have to be a stronger man.

Ich habe auf Facebook ein nettes, kleines App ausprobiert. Und raus kamen lauter kleine Persönlichkeitseigenschaften, die ich auf Grund meines Sternezeichen haben soll.

Ich bin also,...

Energiegeladen

Das ist wahr! Ich bin ein richtiges Energiebündel. Das ist absolut gelogen, wir haben schon sehr spät und ich lümmel immer noch im Schlafanzug im Bett und schiebe eine wundervolle Winterdepression vor mich her.


Klug
Das ist ebenfalls wahr! Nur manchmal bin ich noch sehr naiv. Und manchmal auch etwas trottelig.


Fantasievoll
Auch wahr. Und das bedingungslos.

Witzig
Und wie witzig ich bin. Nur ich bin mir nicht immer sicher, ob die Menschen über meine Sprüche lachen oder über mich...  


Vielseitig
Das stimmt! Und engstirnig darf jeder mal sein.


Oberflächlich
Als ob! Manchmal!


Impulsiv
Pah. Ich doch nicht. Letztens habe ich jemanden in einer Frittenbüde` echt ne miese Szene gemacht, nur warum noch mal...


Unruhig
Ich bin die Ruhe selbst. Wieviele Begriffe sind das jetzt noch mal... Ich muss doch langsam durch sein...


Umständlich
Also wirklich. Ich? Man hätte mich beim Umzug erleben müssen...


Unentschlossen
 Ich weiß, was ich will. Nur manchmal verbringe ich 2 Stunden bei DM, weil ich mich zwischen zwei Lidschatten nicht entscheiden kann.


Und darum singe ich jetzt:
"I hate the world today
You're so good to me
I know but I can't change
tried to tell you but you look at me like maybe I'm an angel underneath
innocent and sweet
Yesterday I cried
Must´ve been relieved to see the softer side
I can understand how you'd be so confused
I don't envy you
I'm a little bit of everything
all rolled into one"

Schlafmütze.

Nachts, bevor ich einschlafe, rechne ich aus, wie lang ich noch schlafen kann.
Morgens, kurz vorm aufstehen, rechne ich aus, wann ich wieder ins Bett kann.

Montag, 8. November 2010

Von Luftschlössern und Sandburgen.

Für eine wunderschöne Braut.

Ich bin eine Träumerin. Ich träume jede Nacht, kurz vorm einschlafen, immer, was passieren könnte. Ich male mir Dinge in den schönsten Farben aus, bin die Drehbuchautorin meines eigenen Lebens. Ich habe Freunde, mit denen ich Luftschlösser bauen kann. Wo wir das Wörtchen "Wenn" vergessen. Aber Sandburgen bauen? War noch nie meins. Ich find Sand echt schön, nur es fällt mir schwer, ihn anzufassen. Hab ich auch bei Kreide. Ich glaube, dass das in der Fachsprache "taktile Überempfindlichkeit" heißt. Ist ja auch egal. Zudem... was ist schöner? Ein Luftschloss glitzert, funkelt, strahlt, ist frei, ist wunderbar. Eine Sandburg... ja, eine Sandburg ist ein Haufen Dreck. Sie hat nichts schönes an sich. Kein Glitzer, kein Funkeln, meistens noch einen Burggraben - von der großen Freiheit kann man also auch nicht sprechen. Das ist meine Ansicht. Und eines meiner größten Probleme.

Und daran möchte ich arbeiten. Ich möchte meine Luftschlösser zu Sandburgen verwandeln. Ich möchte meine Träume umsetzen können. Denn Träume kann man nicht leben, aber vielleicht in Sandburgen verwandeln. Und mit ein bisschen Glitzerpappe werden sie dann doch ganz wunderbar.

Donnerstag, 4. November 2010

Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.

Passiert mir aber höchstselten!

Ich gehöre eigentlich zu den Leuten, die recht planlos durch die Gegend spazieren. Aber ich gehöre auch zu den Leuten, die immer ein bisschen mehr machen wollen, als sie eigentlich können. Und derzeit leide ich sehr darunter, dass alles zu kurz kommt und ich mich selbst ein wenig aus den Augen verliere. Ich hetze von Ort zu Ort, und komm doch nirgendwo wirklich an. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte. Aber auf Grund meiner knappen Zeit, versuche ich alles schön durchzuplanen. Ich hau mir die Termine um die Ohren und denke, der Tag wird anstrengend, aber du schaffst das. Dann ist es endlich erledigt. Jaja. Denkste. Irgendwie sind momentan alle viel planloser als ich zu meinen chaotischsten Zeiten. Und schmeißen meine Pläne um. Und dann werde ich wütend.


Viele Menschen zeigen Wut durch Schreien, ich heule erst mal aus lauter Grell. Und das tu ich jetzt erst einmal ausgiebig.

Dienstag, 2. November 2010

Beschlagene Fenster

"Und Fynn sagt deshalb nämlich, daß alle Menschen zwei verschiedene Arten von Fenstern haben: die Augenfenster, davon haben sie zwei, und das Herzfenster, davon hat jeder nur eins. Die Augenfenster sind da, um rauszugucken, und das Herzfenster ist da, um nach innen reinzugucken. Wenn man weint, sagt Fynn, dann ist das nicht nur wegen dem Traurigen. Es ist auch dafür, dass man mal die Augenfenster putzen muß.Wenn sie dann sauber geworden sind von den Tränen, kann man besser durchgucken, und dann ist die Welt wieder viel heller als vorher.

Freitag, 29. Oktober 2010

These boots are made for walking...

Vor knapp zwei Monaten habe ich mir für'n Appel und 'n Ei billige Ugg-Boots-Kopien bei New Yorker geholt. Für knapp 15 Euro waren die ein echtes Schnäppchen, doch dank fehlendem Fußbett sah es ein wenig so aus, als hätte ich mir beide Füße gebrochen und ich schlurfte durch die Gegend. Und da meine liebe Großmama diese Schuhe in einem unbeobachtbaren Moment schon in die Mülltonne werfen wollte, mussten dringend neue her. Oma sah das genauso, und steuerte so sogar etwas dabei, damit das Kind endlich gescheite Schuhe hat, sie muss ja jetzt so viel zufuß laufen.

Also, hier sind meine diesjährigen Wind-und-Wetter-Schuhe:

Die Schätzchen sind von Tamaris, ich habe sie für 90 Euro bei meinem Schuhdealer des Vertrauens erhalten.
Sie sind super bequem und richtig kuschelig warm. Schuhe gut, alles gut.



P.S.: Das war der erste fashionanrüchige Post. Nur ich besuche gerade meinen Vater und konnte hier mal an den PC. Meine lyrischen Ergüsse gibt es am Wochenende auch noch.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Blockgefahr.

Diese Woche ist es super stressig, ich pendel auf Grund einer Fortbildung hin und her.

Ich meld mich.

Montag, 25. Oktober 2010

Mädchenmusik.

Ich seh in dein Herz. Gib mir Sonne. Vorbidden Love goes. Es wird viel passiern'!

Wenn ich mich mit meinen Freunden verabrede, wissen die ganz genau, ich kann erst ab acht. Früher ist nichts drin. Warum? Ich gucke Soaps und Telenovelas. Und ich steh dazu. Aber sowas von.

Mir ist das nicht peinlich. Telenovelas sind für mich wichtig. Sie geben mir Stabilität. Egal wer mit wem, wo, wann, die Hauptrolle trägt am Ende immer ein weißes Kleid und hat den Mann ihrer Träume. Da ändert auch keine miese, intrigante Schlampe was. Oder korrupte Geschäftsmänner. Oder gute Freunde, mit denen man doch ab und zu in die Kiste steigt. Das Grundpaar kommt zusammen - egal was passiert. Und das find ich klasse. Ich weiß genau, wie es ausgeht.
Schon als Kind habe ich bei einem neuen Buch immer erst die letzte Seite gelesen. Ich musste einfach wissen, wie es endet. Und egal ob ich das Ende mochte oder nicht, ich hab das Buch trotzdem verschlungen.
Ein anderer Aspekt ist der Sieg des Guten. Und auch das ich genau weiß, dass egal wieivele Häuser in die Luft gejagt werden - das Gute siegt, die zwei sind zusammen, haben wunderschöne Kinder zusammen und ab dann ein herrlich langweiliges Leben. So schöne Geschichten schreibt wirklich nur die Soap-Opera-Welt. Im Leben halten diese perfekten Momente maximal 1,3 Sekunden. Dann sind wir wieder eifersüchtig, unzufrieden und überhaupt so schrecklich unglücklich. In den Telenovelas gibts das nicht. In Telenovelas gibt es ein Happy End. Und das macht uns doch dann nur neugieriger, wie unser Leben nach unserem 1,3-Sekunden-Happy-End weitergeht. Da kann keine Telenovela mithalten. Trotzdem gibt es nichts besseres, wo man mit ruhigen Gewissen mal einschlafen darf.

In diesem Sinne, werd ich mir jetzt noch einer meiner Lieblinge im Stream anschauen.

So long.

Mein Leben auf der Überholspur.

Mich nerven Menschen unheimlich, die in der Fußgängerzone einen Marathon veranstalten. Oder Menschen, neben denen ich joggen muss, um mit ihnen Schritt zu laufen. Oder die mich wie ein kleines Kind durch die Straßen ziehen. Ich mag sowas gar nicht. Denn ich gehe langsam. Ich trödel nicht, sondern ich schlender. "Nimm dir Zeit und nicht das Leben". Wenn man langsam geht, dann sieht man das schöne Armband im Schaufenster oder findet ein riesengroßes Herbstblatt in den schönsten Farben und schenkt Menschen, die an einem vorbei rasen, ein Lächeln. Denn der Weg ist das Ziel.

Ein ganz liebes Dankeschön, an die Leute, die meinen Blog schon nach den ersten drei Einträgen so ein klasse Feedback geben. Da schreib ich gerne mehr.

So long.

Freitag, 22. Oktober 2010

Home, sweet Home

Es geht nach Hause nach der letzten Vorlesung, wie ich mich aufs Dorfleben freue.

Und daher bleibt mein Blog jetzt zwei Tage ganz still und leise, da ich daheim weder Internet noch Zeit habe.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Das rosarote Barbie-Syndrom

"Alle meinen ich sei die kleine Barbie aus Connecticut, doch jetzt gibt es eine neue im Sortiment nämlich, KILLER BARBIE.... aus Connecticut." (Elliot Reid, Scrubs)



Zu diesem kleinen Exkurs bewegte mich eine sehr liebe, neue Freundin, die ihr WG-Zimmer in einen absoluten rosa Mädchentraum verwandelt hat und wo ich mich pudelwohl gefühlt habe.

Ich mag Rosa. Mittlerweile. Früher war das anders. Früher war Rosa meine größte Liebe. Ich sollte einmal im Kunstunterricht einen Liebesbrief an meine Liebesfarbe verfassen. Leidenschaftlich war er. Ich benutze Rosa hier ganz stolz als Nomen, unsere Bindung ist zu stark um es klein zu schreiben... Eine kleine Anmerkung für Gramatikfetischisten.

Und ich mag Barbies, immernoch. Leider lässt meine kleine Schwester nicht so oft ran.

Aber es gibt auch etwas, was ich gar nicht so mag. Wenn Leute mich als Püppchen bezeichnen, weil ich doch oft so putzig aussehe, so unschuldig aus der Wäsche gucke, und ein rosa Federmäppchen habe (und rosa Gießkannen, Terminkalender, Handtücher,...). Selbst ein guter Freund nannte mich letztlich Barbie (wo das wohl eher mit meiner Tollpatschigkeit und Emotionalität, einer gewissen Miss Reit ähnlich, bezogen war).
Ich bin aber kein Püppchen, und schon gar keine Puppe. Ich seh schon allein arbeitsbedingt so viel Scheiße, dass der krasseste Kerl kotzen würde, und meine Oma meint sogar, ich wäre so stark wie ein Pferd. Und ich bin auch superemanzipiert. Und bin voll erlebnispädagogisch drauf. Ich benehme mich auch gerne daneben. Und ich werde nicht Tierärztin, Pilotin oder Model(noch nicht mal für Übergrößen). Ich bin viel eher Pipi Langstrumpf als Barbie. Und die Mischung aus beiden beschreibt mich wohl am besten. Ich bin ein rosa Schweinchen.

Ich mach hier jetzt Ende, es wird mir alles etwas zu verzwickt, und zudem läuft jetzt Domian.

Gute Nacht.



Von Krimskramskästchen, mir und anderen, seltsamen Dingen.

Während meiner Kindheit habe ich bestimmt zwanzig verschiedene Tagebücher angefangen. Diddl-Tagebücher, Harry-Potter-Tagebücher, mit Schloss, ohne Schloss. Ich hab geschrieben, gemalt, geklebt, alles wunderschön. Vllt waren es immer drei Tage am Stück. Dann hatte ich keine Lust mehr, keine Zeit mehr, als Kind gab es doch soviel zu entdecken.

Jetzt ist vieles anders geworden. Ich habe seit sechs Wochen meine eigene Wohnung in der Kaiserstadt, ich studiere irgendetwas, was mit Streetwork und Supernannys zutun hat. Meine Wochenenden verbringe ich aus finanziellen Gründen mit den immer gleichen Menschen, die viermal so alt sind und mich jeden Tag neu kennenlernen müssen. Ich habe auch Freunde. Tolle, ganz besondere Menschen. Aber es geht grade um mich. Ich komme aus dem westlichsten Zipfel Deutschlands und bin stolz darauf, dass ich meinen Kommilitoninnen erklären kann, was der Unterschied zwischen einer Bulette und einer Frikandel ist. Und da ich das sogar sehr gut kann, wird das hier leider kein Fashionblog, die ich sehr gerne lese, da mein Figürchen in den meisten Klamotten leicht aussieht wie eine knackige Bockwurst in ihrer Hülle. Das wird auch kein Liebesblog, den Glauben daran hab ich viel zu früh schon aufgegeben. Das wird auch kein Depriblog, ich bin viel zu bunt und lustig und wild, um zu oft zu traurig zu sein. Man weiß also nicht, wohin es hier mal geht.  Wie in einem Krimskramskästchen. Wie im Leben. Und das find ich gut.

Der erste Anfang ist gemacht, ich werde nun in eine WG mit sehr lieben Mädels fahren und mit ihnen Apfelstrudel mit Vanilleeis genießen. So long.