Würde ich mich selber malen,
dann würde ich mich im Weichzeichner verlieren.
Mich in warmen Farben malen.
Mit Lächeln.
Mit Augen, die strahlen.
Nicht nur das Schönste betonen, mich darauf beschränken,
nur das Wesentliche zeigen.
Alles ins rechte Licht rücken.
Alles ein wenig besser machen.
Nur das Schönste tragen.
In einem Moment sein,
in dem ich einzigartig bin.
Einzigartig schön.
Schon fast Perfekt.
Nicht fast.
Perfekt.
Einzigartig Perfekt.
Keine störrischen Haare,
kein Gramm zu viel,
kein fieses Lachen.
Und so verlier ich mich.
In mich,
die ich gar nicht bin,
aber mich doch so male,
so danach strebe,
so gesehen werden möchte.
Ich beschränke mich auf das Wesentliche.
Auf das Perfekte.
Ich bin gemalt.
Ich bin perfekt.
Und ich stehe still.
Keine störrischen Haare,
kein Gramm zuviel,
kein fieses Lachen.
Kein herzliches Lachen.
Keine Haare im Wind.
Einfach still.
Anm.: Das ganze war eine kleine Exkursion meines "Kreatives Schreiben"-Seminars. Hingehen. Lohnt sich.
Ein Blog über das Leben. Wie es ist, wie es war, wie es sein sollte. So subjektiv, dass es wieder objektiv ist. Eine einzige Lüge, die doch die Wahrheit ist. Zwischen den verrücktesten Teesorten und den lieblosesten Orten.
„Beim Schreiben ist es wie bei der Prostitution. Zuerst macht man es aus Liebe, dann für ein paar Freunde und schließlich für Geld.“
Jean-Baptiste Poquelin
„Beim Schreiben ist es wie bei der Prostitution. Zuerst macht man es aus Liebe, dann für ein paar Freunde und schließlich für Geld.“
Jean-Baptiste Poquelin
Donnerstag, 19. Mai 2011
Dienstag, 3. Mai 2011
Himmlisches Kind.
Ich gehöre wohl zu den wenigen weiblichen Menschen, die es lieben, wenn der Wind durch die Haare weht, durch mein Gesicht streicht, mich kurz schaudern lässt. Schon als Kind, war ich vom Wind fasziniert. Wie er diese Butterbrottütchen über den Schulhof tanzen lässt. Wie er abends das Windspiel vor der Haustüre meiner Großmutter zum singen bringt. Wie er die Bäume so aufgeregt rascheln lässt. Wind bringt etwas in Bewegung. Wind ist Aufschwung. Wind ist Kraft. Wind ist Leben. Es geht mir nicht gut, wenn die Luft so faul und stickig ist, dass ich sie fast schneiden kann, dass sie zum Atmen viel zu warm ist. Ich werde so schläfrig, so träge, mir fehlt der Antrieb. Ich brauch den Wind. Wind ist Antrieb. Wind bringt etwas in Bewegung. Wind ist Aufschwung. Wind ist Kraft. Wind ist Leben. Ich schätze es nicht, allein zu sein. Nicht dieses eine, schöne Allein. Dieses unbewegliche Einsam. Ich werde so unbeweglich, so starr, mir fehlt der Stoß. Ich brauche den Wind. Wind ist Kommunikation. Wind ist Antrieb. Wind bringt etwas in Bewegung. Wind ist Aufschwung. Wind ist Kraft. Wind ist Leben. Meine Mühlen mahlen zu langsam, wenn mir der Wind fehlt. Ich bin ganz schwach. Ich brauche den Wind. Wind ist Stärke. Wind ist Kommunikation. Wind ist Antrieb. Wind bringt etwas in Bewegung. Wind ist Aufschwung. Wind ist Kraft. Wind ist Leben.
Und heute? Heute hab ich ihn gespürt. Den Wind. Wie er mich trägt, wie er mich stupst, wie er mich drängt, wie er mich stößt, wie er mich dreht. Wie er mich sanft berührt. Wie er mich sanft bewegt. Heute war ein guter Tag. Ich hab den Wind in den Haaren gespürt. Heute war ein sehr guter Tag.
Und heute? Heute hab ich ihn gespürt. Den Wind. Wie er mich trägt, wie er mich stupst, wie er mich drängt, wie er mich stößt, wie er mich dreht. Wie er mich sanft berührt. Wie er mich sanft bewegt. Heute war ein guter Tag. Ich hab den Wind in den Haaren gespürt. Heute war ein sehr guter Tag.
Montag, 2. Mai 2011
Für eine handvoll Menschen.
Es hat lange gedauert, bis ich begriffen habe, dass ich die Menschen um mich scharen sollte, die mir in erster Linie gut tun. Mit gut tun meine ich nicht diese Gute-Laune-Menschen, ich meine damit diese Leute, in deren Anwesenheit du mal deinen Kopf ausklinken kannst und dich wohl fühlst. Die dir ein Stückchen Sicherheit geben, ohne dich abhängig zu machen. Die dich halten können, ohne dich zu erdrücken. Die dich zum lachen bringen, wenn du weinst. Denen es aber auch schlecht geht, die sich an dich lehnen, ohne dich mit zu ziehen. Die du gerne hälst. Egal, wie es dir geht. Oder ihnen. Man begreift das erst, wenn man so jemanden findet. Und dann sollte man aufhören, traurig zu sein.
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