Ein Blog über das Leben. Wie es ist, wie es war, wie es sein sollte. So subjektiv, dass es wieder objektiv ist. Eine einzige Lüge, die doch die Wahrheit ist. Zwischen den verrücktesten Teesorten und den lieblosesten Orten.


„Beim Schreiben ist es wie bei der Prostitution. Zuerst macht man es aus Liebe, dann für ein paar Freunde und schließlich für Geld.“
Jean-Baptiste Poquelin

Freitag, 29. Oktober 2010

These boots are made for walking...

Vor knapp zwei Monaten habe ich mir für'n Appel und 'n Ei billige Ugg-Boots-Kopien bei New Yorker geholt. Für knapp 15 Euro waren die ein echtes Schnäppchen, doch dank fehlendem Fußbett sah es ein wenig so aus, als hätte ich mir beide Füße gebrochen und ich schlurfte durch die Gegend. Und da meine liebe Großmama diese Schuhe in einem unbeobachtbaren Moment schon in die Mülltonne werfen wollte, mussten dringend neue her. Oma sah das genauso, und steuerte so sogar etwas dabei, damit das Kind endlich gescheite Schuhe hat, sie muss ja jetzt so viel zufuß laufen.

Also, hier sind meine diesjährigen Wind-und-Wetter-Schuhe:

Die Schätzchen sind von Tamaris, ich habe sie für 90 Euro bei meinem Schuhdealer des Vertrauens erhalten.
Sie sind super bequem und richtig kuschelig warm. Schuhe gut, alles gut.



P.S.: Das war der erste fashionanrüchige Post. Nur ich besuche gerade meinen Vater und konnte hier mal an den PC. Meine lyrischen Ergüsse gibt es am Wochenende auch noch.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Blockgefahr.

Diese Woche ist es super stressig, ich pendel auf Grund einer Fortbildung hin und her.

Ich meld mich.

Montag, 25. Oktober 2010

Mädchenmusik.

Ich seh in dein Herz. Gib mir Sonne. Vorbidden Love goes. Es wird viel passiern'!

Wenn ich mich mit meinen Freunden verabrede, wissen die ganz genau, ich kann erst ab acht. Früher ist nichts drin. Warum? Ich gucke Soaps und Telenovelas. Und ich steh dazu. Aber sowas von.

Mir ist das nicht peinlich. Telenovelas sind für mich wichtig. Sie geben mir Stabilität. Egal wer mit wem, wo, wann, die Hauptrolle trägt am Ende immer ein weißes Kleid und hat den Mann ihrer Träume. Da ändert auch keine miese, intrigante Schlampe was. Oder korrupte Geschäftsmänner. Oder gute Freunde, mit denen man doch ab und zu in die Kiste steigt. Das Grundpaar kommt zusammen - egal was passiert. Und das find ich klasse. Ich weiß genau, wie es ausgeht.
Schon als Kind habe ich bei einem neuen Buch immer erst die letzte Seite gelesen. Ich musste einfach wissen, wie es endet. Und egal ob ich das Ende mochte oder nicht, ich hab das Buch trotzdem verschlungen.
Ein anderer Aspekt ist der Sieg des Guten. Und auch das ich genau weiß, dass egal wieivele Häuser in die Luft gejagt werden - das Gute siegt, die zwei sind zusammen, haben wunderschöne Kinder zusammen und ab dann ein herrlich langweiliges Leben. So schöne Geschichten schreibt wirklich nur die Soap-Opera-Welt. Im Leben halten diese perfekten Momente maximal 1,3 Sekunden. Dann sind wir wieder eifersüchtig, unzufrieden und überhaupt so schrecklich unglücklich. In den Telenovelas gibts das nicht. In Telenovelas gibt es ein Happy End. Und das macht uns doch dann nur neugieriger, wie unser Leben nach unserem 1,3-Sekunden-Happy-End weitergeht. Da kann keine Telenovela mithalten. Trotzdem gibt es nichts besseres, wo man mit ruhigen Gewissen mal einschlafen darf.

In diesem Sinne, werd ich mir jetzt noch einer meiner Lieblinge im Stream anschauen.

So long.

Mein Leben auf der Überholspur.

Mich nerven Menschen unheimlich, die in der Fußgängerzone einen Marathon veranstalten. Oder Menschen, neben denen ich joggen muss, um mit ihnen Schritt zu laufen. Oder die mich wie ein kleines Kind durch die Straßen ziehen. Ich mag sowas gar nicht. Denn ich gehe langsam. Ich trödel nicht, sondern ich schlender. "Nimm dir Zeit und nicht das Leben". Wenn man langsam geht, dann sieht man das schöne Armband im Schaufenster oder findet ein riesengroßes Herbstblatt in den schönsten Farben und schenkt Menschen, die an einem vorbei rasen, ein Lächeln. Denn der Weg ist das Ziel.

Ein ganz liebes Dankeschön, an die Leute, die meinen Blog schon nach den ersten drei Einträgen so ein klasse Feedback geben. Da schreib ich gerne mehr.

So long.

Freitag, 22. Oktober 2010

Home, sweet Home

Es geht nach Hause nach der letzten Vorlesung, wie ich mich aufs Dorfleben freue.

Und daher bleibt mein Blog jetzt zwei Tage ganz still und leise, da ich daheim weder Internet noch Zeit habe.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Das rosarote Barbie-Syndrom

"Alle meinen ich sei die kleine Barbie aus Connecticut, doch jetzt gibt es eine neue im Sortiment nämlich, KILLER BARBIE.... aus Connecticut." (Elliot Reid, Scrubs)



Zu diesem kleinen Exkurs bewegte mich eine sehr liebe, neue Freundin, die ihr WG-Zimmer in einen absoluten rosa Mädchentraum verwandelt hat und wo ich mich pudelwohl gefühlt habe.

Ich mag Rosa. Mittlerweile. Früher war das anders. Früher war Rosa meine größte Liebe. Ich sollte einmal im Kunstunterricht einen Liebesbrief an meine Liebesfarbe verfassen. Leidenschaftlich war er. Ich benutze Rosa hier ganz stolz als Nomen, unsere Bindung ist zu stark um es klein zu schreiben... Eine kleine Anmerkung für Gramatikfetischisten.

Und ich mag Barbies, immernoch. Leider lässt meine kleine Schwester nicht so oft ran.

Aber es gibt auch etwas, was ich gar nicht so mag. Wenn Leute mich als Püppchen bezeichnen, weil ich doch oft so putzig aussehe, so unschuldig aus der Wäsche gucke, und ein rosa Federmäppchen habe (und rosa Gießkannen, Terminkalender, Handtücher,...). Selbst ein guter Freund nannte mich letztlich Barbie (wo das wohl eher mit meiner Tollpatschigkeit und Emotionalität, einer gewissen Miss Reit ähnlich, bezogen war).
Ich bin aber kein Püppchen, und schon gar keine Puppe. Ich seh schon allein arbeitsbedingt so viel Scheiße, dass der krasseste Kerl kotzen würde, und meine Oma meint sogar, ich wäre so stark wie ein Pferd. Und ich bin auch superemanzipiert. Und bin voll erlebnispädagogisch drauf. Ich benehme mich auch gerne daneben. Und ich werde nicht Tierärztin, Pilotin oder Model(noch nicht mal für Übergrößen). Ich bin viel eher Pipi Langstrumpf als Barbie. Und die Mischung aus beiden beschreibt mich wohl am besten. Ich bin ein rosa Schweinchen.

Ich mach hier jetzt Ende, es wird mir alles etwas zu verzwickt, und zudem läuft jetzt Domian.

Gute Nacht.



Von Krimskramskästchen, mir und anderen, seltsamen Dingen.

Während meiner Kindheit habe ich bestimmt zwanzig verschiedene Tagebücher angefangen. Diddl-Tagebücher, Harry-Potter-Tagebücher, mit Schloss, ohne Schloss. Ich hab geschrieben, gemalt, geklebt, alles wunderschön. Vllt waren es immer drei Tage am Stück. Dann hatte ich keine Lust mehr, keine Zeit mehr, als Kind gab es doch soviel zu entdecken.

Jetzt ist vieles anders geworden. Ich habe seit sechs Wochen meine eigene Wohnung in der Kaiserstadt, ich studiere irgendetwas, was mit Streetwork und Supernannys zutun hat. Meine Wochenenden verbringe ich aus finanziellen Gründen mit den immer gleichen Menschen, die viermal so alt sind und mich jeden Tag neu kennenlernen müssen. Ich habe auch Freunde. Tolle, ganz besondere Menschen. Aber es geht grade um mich. Ich komme aus dem westlichsten Zipfel Deutschlands und bin stolz darauf, dass ich meinen Kommilitoninnen erklären kann, was der Unterschied zwischen einer Bulette und einer Frikandel ist. Und da ich das sogar sehr gut kann, wird das hier leider kein Fashionblog, die ich sehr gerne lese, da mein Figürchen in den meisten Klamotten leicht aussieht wie eine knackige Bockwurst in ihrer Hülle. Das wird auch kein Liebesblog, den Glauben daran hab ich viel zu früh schon aufgegeben. Das wird auch kein Depriblog, ich bin viel zu bunt und lustig und wild, um zu oft zu traurig zu sein. Man weiß also nicht, wohin es hier mal geht.  Wie in einem Krimskramskästchen. Wie im Leben. Und das find ich gut.

Der erste Anfang ist gemacht, ich werde nun in eine WG mit sehr lieben Mädels fahren und mit ihnen Apfelstrudel mit Vanilleeis genießen. So long.