Würde ich mich selber malen,
dann würde ich mich im Weichzeichner verlieren.
Mich in warmen Farben malen.
Mit Lächeln.
Mit Augen, die strahlen.
Nicht nur das Schönste betonen, mich darauf beschränken,
nur das Wesentliche zeigen.
Alles ins rechte Licht rücken.
Alles ein wenig besser machen.
Nur das Schönste tragen.
In einem Moment sein,
in dem ich einzigartig bin.
Einzigartig schön.
Schon fast Perfekt.
Nicht fast.
Perfekt.
Einzigartig Perfekt.
Keine störrischen Haare,
kein Gramm zu viel,
kein fieses Lachen.
Und so verlier ich mich.
In mich,
die ich gar nicht bin,
aber mich doch so male,
so danach strebe,
so gesehen werden möchte.
Ich beschränke mich auf das Wesentliche.
Auf das Perfekte.
Ich bin gemalt.
Ich bin perfekt.
Und ich stehe still.
Keine störrischen Haare,
kein Gramm zuviel,
kein fieses Lachen.
Kein herzliches Lachen.
Keine Haare im Wind.
Einfach still.
Anm.: Das ganze war eine kleine Exkursion meines "Kreatives Schreiben"-Seminars. Hingehen. Lohnt sich.

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