Ein Blog über das Leben. Wie es ist, wie es war, wie es sein sollte. So subjektiv, dass es wieder objektiv ist. Eine einzige Lüge, die doch die Wahrheit ist. Zwischen den verrücktesten Teesorten und den lieblosesten Orten.


„Beim Schreiben ist es wie bei der Prostitution. Zuerst macht man es aus Liebe, dann für ein paar Freunde und schließlich für Geld.“
Jean-Baptiste Poquelin

Mittwoch, 20. Juli 2011

Totgeglaubte Leben länger.

Ich muss ungefähr 8 Jahre gewesen sein. Ich aß jeden Morgen ein holländisches Rosinenbrötchen. Ich aß in der großen Pause ein holländisches Rosinenbrötche. Und ich aß auch Mittags ein holländisches Rosinenbrötchen. Irgendwann hat mich meine Stiefmutter gefragt, warum ich die Rosinenbrötchen nicht mehr einpacke? Ich hätte doch so gerne Rosinenbrötchen, und jetzt würde ich sie nicht mehr essen. Was soll das denn? Da kauft sie die, und ich esse sie nicht. Die Erklärung ist simpel. Ich hatte die Nase voll von Rosinenbrötchen, insbesondere holländischer Rosinenbrötchen. Und lange Zeit habe ich auch keines mehr gegessen.


Das Rosinenbrötchen-Phänomen kenn ich auch aus anderen Lebensbereichen und irgendwann muss man dem ganzen halt ein Ende setzen und die Rosinenbrötchen, die große Liebe oder den Arbeitsplatz link liegen lassen. Das ist Fortschritt. Aber wie rappte Max Herre?

"Manchmal tut einem Leid das mans immer erst rückblickend weiß,
das ist der übliche Kreis, man schätzt nicht mehr was man hat,
bis man merkt was man hat, kriegt man nicht mehr was man mag."

Und daher esse ich auch wieder gerne Rosinenbrötchen, und besonders gerne die holländischen.
Ich hoffe, die paar Leute, die meinen Blog noch lesen oder verfolgen, wissen was das hier heißt, der Blog nun anders aussieht und das dies das Gegenteil eines Abschiedsbriefes ist.

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