Ein Blog über das Leben. Wie es ist, wie es war, wie es sein sollte. So subjektiv, dass es wieder objektiv ist. Eine einzige Lüge, die doch die Wahrheit ist. Zwischen den verrücktesten Teesorten und den lieblosesten Orten.
„Beim Schreiben ist es wie bei der Prostitution. Zuerst macht man es aus Liebe, dann für ein paar Freunde und schließlich für Geld.“ Jean-Baptiste Poquelin
Dienstag, 23. November 2010
Novembernebel.
Ich mag den November mit all seinen Launen. Wenn ich zum Frühdienst fahre und meine Scheiben beschlagen sind. Wenn es so früh dunkel wird und man sich dann schön ins Bett kuscheln kann. Wenn die Geschäfte umdekoriert werden und überall Lichter sind. Wenn man auf dem Weihnachtsmarkt den ersten Kakao mit Amaretto schlürft und gebrannte Mandeln nascht. Wenn über allem ein grauer, dicker Nebelschwall liegt und ich meine Mütze anziehen darf.Wenn man bei einem schlechten Tag alles auf eine unvermeidliche Winterdepression schieben darf. Wenn man den ganzen Tag die Jogginghose anlassen kann. Wenn man literweise leckeren Tee trinkt. Wenn die ersten Weihnachtspopsongs im Radio schmettern. Wenn die Wohnung im warmen Kerzenlicht so kuschelig wird. Wenn Schneeflocken einen leichten Flaum über das Balkongeländer rieseln. Wenn man wieder kreativ wird. Wenn man sich über kleine Geschenke gedanken macht. Wenn man die schlimmsten Tage im Jahr verplant. Ich mag den November. Mit all seinen Launen. Wie die Ruhe vor dem Sturm.
Wenn man auch mal ganz traurige Lieder hören darf. Wenn man dann dazu auch mal ein paar Tränen vergießen darf. Einfach so. Ich habe leider kein orginales Video der Band Juli gefunden, aber es geht ja um die Musik.
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