Ein Blog über das Leben. Wie es ist, wie es war, wie es sein sollte. So subjektiv, dass es wieder objektiv ist. Eine einzige Lüge, die doch die Wahrheit ist. Zwischen den verrücktesten Teesorten und den lieblosesten Orten.


„Beim Schreiben ist es wie bei der Prostitution. Zuerst macht man es aus Liebe, dann für ein paar Freunde und schließlich für Geld.“
Jean-Baptiste Poquelin

Dienstag, 4. Januar 2011

2011 wird mein Jahr. Von wegen.

Das neue Jahr ist vier Tage alt - und ich hab schon ne richtig dicke Depression. Meine Depressionen kann man sich etwa wie eine mittelstarke Erkältung sehen: Ich bin chronisch müde, wälze mich nachts bis in die frühen Morgenstunden herum, der Taschentuchverbrauch steigt extrem und mir schmeckt nichts mehr. Mir tut alles weh und ich nehm meine Umwelt nur noch so verschwommen war, wie Stimmen, wenn man grade aus dem Wasser auftaucht. Nicht angenehm, dass kann ich euch sagen. Leider kann ich euch nicht sagen, warum es mir so geht. Ich bin glaube ich vor lauter Sehnsucht ganz krank. Ich leide darunter, dass der Schnee anfängt zu tauen. Und dass es keinen Weihnachtsmarkt mehr gibt. Der Winter war so schön, so zauberhaft, und jetzt wo es anfängt zu tauen, kommt all der Dreck wieder zum Vorschein. Ich hab das Gefühl, ich hätte so schön geträumt. Und jetzt werd ich wach. Meine Wohnung sieht schrecklich aus. Mein Toaster liegt immer noch im Auto. Und Studiengebüren sind auch wieder fällig. Ihr merkt, mich kann nichts mehr zum Lachen bringen. Aber alles zum heulen. Machs gut, du fiese, graue Welt. Ich vergrab mich jetzt in meinem Bett.

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