Ich bin allein. Allein sein kann sehr schön sein. Daher bin ich einsam. Ich fühle mich von der Welt verlassen, weil ich mich von dir verlassen fühle. Vielleicht weil du meine Welt bist? Bist du nicht. Das weiß ich. Das fühl ich. Das merk ich immer wieder. Aber vielleicht, weil du mein Zuhause bist? Home is, where your heart is. Aber mein Herz hängt doch an ganz anderen Dingen. Gar nicht so sehr an dir. Viel mehr an mir. Aber warum bin ich denn so einsam? Ich bin so schwerelos. Ich liege hier und denke kaum. Eigentlich denke ich viel zu viel. Grad im Moment. Aber kann man das Gedanken nennen? Oder sind das mehr Wünsche. Ich wünsch mir eine Uhr. Eine große, alte Uhr. Mit vielen Zahnrädern, die miteinander verhakt sind. So wie wir. Und dann beginne ich, den großen Zeiger rückwärts zu bewegen. Bei dem Wort "Rückwärts" war ich mir nicht sicher, wie mans schreibt. Ich hab nicht auf mein Gefühl gehört. Was man so als erstes schreibt, ist ja nicht unbedingt richtig. Ich hab es nachgeschlagen. Hat das was mit uns zutun? Ich möchte keine Zeiger rückwärts bewegen, doch viel lieber vorwärts. Zeig mir doch, wie wir wo in ein paar Wochen stehen. Bist du dann noch neben mir? Oder wieder? Oder sind wir ganz weit voneinander weg? Ich möchte nichts bereuen müssen, wenn ich die wirklichen Folgen nicht kenne. Das ist doch sehr rational. Und doch keine logische Handlung. Ich weiß immer, was ich möchte. Aber die Uhr macht mir das Leben heute schwer. Ich weiß gar nichts mehr. Ich weiß nur, ich liege hier und fühl mich ganz schwerelos. Und ich weiß, dass du den Boden unter den Füßen gerade spürst. Ich schwebe. Und ich habe Angst, dass du mich diesmal nicht auffängst, wenn ich falle. Versprechen und Erfahrungen gelten nicht mehr. Das hat die Schwerelosigkeit so an sich.
Das ist für dich. Aber doch mehr für uns. Klingt so fröhlich, wie wir waren. Ist aber so ernst, wie wir sind.
Du sprichst mir aus meinem kleinen Herzchen... Danke!! :-)
AntwortenLöschenÄhm..wow
AntwortenLöschenperfekt ausgedrückt und voll ins Herz getroffen..danke:)