In einem meiner Lieblingsbücher, "Pünktchen und Anton" vom großartigen Herrn Kästner, gibt es nach jedem Kapitel eine sogenannte "kleine Nachdenkerei". Da hilft Kästner mit ein paar schönen Bildern und Metaphern, Beispielen und Anekdoten den kleinen Lesern auf die Sprünge. Er sagt auch ausdrücklich, dass man ja kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn man diese Seiten umblättert und sie sind extra kusiv geschrieben. Ich habe diese Seiten immer geliebt. Wie wahnsinnig. Und darum gibts jetzt auch hier so eine kleine Nachdenkerei.
Beim Durchstöbern meines Kalenders ist mir so eben aufgefallen, dass ich mitte Februar zwei Hausarbeiten abgeben muss. Huch! Das ging ja jetzt ... schnell.
Die Themen, die ich schon seit einer halben Ewigkeit stehn hab sind einmal:
"Die Bedeutung des reflektierten Umgangs mit Vorurteilen in der Praxis des Sozialarbeiters"
sowie
"Kognitive Förderung statt kommerzielle Überforderung in Spiel und Beschäftigung während des ersten Lebensjahres"
Fragt mich besser nicht, wie ich mir sowas aus den Kopf drücken kann - die erste Hausarbeit ist eine Gruppenarbeit, zu der wir bereits eine empirische Studie gemacht haben und die wir nächste Woche präsentieren müssen, die ist aber schon ready to rumble, ebenfalls die Großgruppenpräsentation "Lebenswelt Aachen: Elisengarten und Rathausplatz aus der Perspektive der Sozialen Arbeit" - die Uni zieht echt krass an momentan. Im Februar bin ich auf Praxiserkundung in einer Waldorfschule für Kinder mit Behinderung - ich freu mich tierisch, und werde hoffentlich nicht enttäuscht, wenn ich nicht lerne, meinen Namen zu tanzen. Wär doch mal was.
Hab ich eigentlich mal erwähnt, dass ich mir für dieses Semester vorgenommen habe, alle deutschen Scrubsstaffeln anzuschauen? Hab ich doch tatsächlich geschafft. Gratulation!
Und dann fängt auch schon das zweite Semester an, mit ganz viel kreativen Kram und ganz viel juristischen Kram. Ich bin wirklich gespannt wie ein Flitzebogen.
Ach und ne Gehaltserhöung habe ich diesen Monat auch noch abkassiert. Ich bin ja Mädchen für alles für zwei Hand voll demenziell erkrankte, liebevolle Menschen - und so 2 Euro mehr die Stunde motivieren doch sehr.
Warum ich jetzt so konkret darüber spreche, was ich momentan so vor mir habe und mach und tu und treib? Na, ich wollt doch mal ein bisschen konkreter werden. Ich finde, wenn ich alles so beim Namen nenne, ist es doch höchst unpersönlich. Ich hab grad Dinge von mir Preis gegeben, die auch nur annähernd was mit meiner Persönlichkeit zu tun haben. Dabei ist es direkt aus dem Leben. Die Dinge, die ich sonst hier schreibe, sind doch alle recht schwammig. Man braucht schon ein bisschen Geduld, um mir folgen zu können. Die Sachen kommen ja auch aus meinem Herzen, und das mag ich selbst oft nicht immer sofort verstehen. Aber das hier ist alles doch sehr beim Namen genannt. Direkt aus dem Leben. Und doch so fern. Darüber sollte man jetzt mal nachdenken.
Schöne Nachdenkerei :-)
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